Melancholischer Sprachklang
Irgendwie berührt mich der Schreibstil von Frau Stainer sehr, vielleicht auch, weil ich immer an ihren berührenden Auftritt bei den Bachmann-Tagen in Erinnerung habe. Ich finde, dass ihr Sprachklang sehr melancholisch ist, das Erzählte steht hier teilweise im Kontrast dazu. Wenn sie über Se* und Spermien erzählt, über ihren Freund, der so viel lügt, einfach das gegenwärtige Leben und dann der Kontrast dazu - der Besuch in ihrer ursprünglichen Heimat (war das jetzt Slowenien, Mazedonien? Bin mir hier nicht sicher), wie sie die Leiche sehen will, wie sie mit dem Kind aus Schweden spricht, das hat schon eine sehr spezielle Atmosphäre. Ein Buch das ich unbedingt lesen muss, weil es einfach in unterschiedliche Lebenswelten führt und - das spürt man jetzt schon bei der Leseprobe - diese miteinander verbindet.