Auf Spurensuche

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annamagareta Avatar

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„Luft nach unten“ ist eine vielschichtige Familiengeschichte der slowenischen, in Wien lebenden Autorin Tamara Štajner.

Die Handlung führt an den Ohridsee. Nach drei Jahrzehnten mit fast 37 Jahren kehrt Iva aus einem traurigen Anlass an diesen Ort zurück. Ihr Kindermädchen Marija - mit der sie viel Zeit verbracht hat – ist gestorben. Am Grab ihres ehemaligen Kindermädchens entdeckt sie auf dem Grabstein einen zweiten, ihr unbekannten Namen. Dieser veranlasst sie dazu, sich auf Spurensuche zu begeben und sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil von Tamara Štajner ist ruhig und atmosphärisch. Er lebt von seinen Charakteren, die vielschichtig und authentisch beschrieben werden, sowie der Umgebung, die bildhaft dargestellt wird.
Iva, die durch eine Kinderwunschbehandlung mit ihrem Freund Felix eine Familie gründen möchte, beginnt sich mit ihrer Vergangenheit und der ihrer Familie auseinanderzusetzen. Dabei werden die Frauen ihrer Familie jede für sich vielschichtig und interessant beschrieben. Es geht um Familienkonflikte, die eigene Identität und Verluste. Iva beginnt durch ihre Nachforschungen ihr Leben neu zu überdenken.

So wie in der Familie vieles unausgesprochen bleibt, bleibt hier vieles zwischen den Zeilen und regt somit zum Nachdenken an.

Diese Familiengeschichte macht deutlich, wie sehr uns unsere Familie und unsere Kindheit prägen, dass sie Spuren hinterlassen und sich nicht abstreifen lassen. Mir wird dieser ruhige Roman noch lange im Gedächtnis bleiben.