ein netter familienroman

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erkangrn Avatar

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ich hatte beim lesen oft das gefühl das ich nicht einfach einer geraden geschichte folge sondern eher so in erinnerungsfetzen reinrutsche. das hat mich am anfang ein bisschen rausgebracht aber gleichzeitig auch genau in diese besondere stimmung gezogen. die rückkehr der hauptfigur in ihre vergangene umgebung hat für mich etwas sehr unruhiges gehabt weil nichts sich wirklich abgeschlossen anfühlt. es ist eher so ein wiederaufmachen von dingen die eigentlich schon lange irgendwo im hintergrund lagen. was mir besonders aufgefallen ist.. viel passiert nicht direkt über handlung sondern über zwischenräume. also dinge die nicht gesagt werden aber trotzdem ständig mitschwingen. das macht das lesen manchmal etwas anstrengend aber auch intensiv. die familienbeziehungen wirken dadurch ziemlich echt weil man merkt das da viel unausgesprochen geblieben ist und trotzdem alles beeinflusst. ich hatte öfter das gefühl das jede kleine situation eigentlich eine viel größere vorgeschichte hat. am ende war ich nicht so sehr fertig mit der geschichte sondern eher noch drin in dieser stimmung die sich schwer abschütteln lässt. würde ich eher empfehlen wenn man gern ruhige etwas fragmentarische familienromane liest die mehr über gefühl als über klare handlung funktionieren!!