eine Kinderwunschreise, eine Affäre und eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung
Iva kehrt nach vielen Jahren nach Ohrid zurück. Dort, wo sie viele Sommer mit ihrem Kindermädchen Marija verbracht hat. Bei der Beerdigung erfährt sie, dass Marija eine Tochter hatte. Doch diese ist bereits im Kindesalter verstorben. Zunächst scheint es, dass Iva diesem Geheimnis auf die Spur gehen möchte. Schnell kommt die Vermutung auf, dass Ivas Vater eine Affäre mit dem Kindermädchen gehabt hatte.
Doch mit ihrer Rückkehr aus Nordmazedonien nach Wien geht die Geschichte eine ganz andere Richtung. Der Leser begleitet Iva und ihren Mann Felix durch ihre Kinderwunschbehandlung. Zunächst müssen verschiedene Voruntersuchungen gemacht werden. Und Iva setzt Felix sehr unter Druck. Als Leser bekommt man den Eindruck, dass Iva alles für ein Kind tun würde. Und doch sind da diese großen Streitereien zwischen ihr und ihrem Mann. Sie wirft ihm immer wieder vor zu lügen.
Zwischen diesen Kapiteln schreibt Iva Tagebuch. Die Einträge sind Briefe an ihre Mutter, die sie ihrer Mutter jedoch nie schickt. Durch diese Tagebucheinträge erfährt der Leser von der schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Iva scheint kein gewolltes Kind von der Mutter gewesen zu sein. Und Iva schlägt sich ihr ganzes Leben mit diesem Ungewollt sein herum. Als Erwachsene meidet Iva Besuche bei ihren Eltern. Zu schwer wiegen die Erinnerungen an ihre Kindheit. Auf der anderen Seite zeigt Iva auch Verständnis für ihre Mutter. Sie versteht, dass mit der Mutterschaft eine Frau auch ihr Leben davor in einer gewissen Art und Weise ablegt.
Interessant empfand ich, dass Iva eine Affäre hat. Immer wieder liest man Handynachrichten an Gabriel. Und auch er verzehrt sich nach ihr. Die beiden organisieren heimliche Treffen. Bei mir hat es die Frage aufgeworfen, in wie weit Iva wirklich ein Kind mit ihrem Mann Felix möchte. Sucht sie doch Zuflucht in dieser Affäre. Scheinbar zur Zerstreuung.
Eine weitere besondere Figur Karmela. Ein ca. 10-jähriges Mädchen, dass ganz vernarrt ist in Iva. Doch Iva fühlt sich unwohl in ihrer Nähe. Weiß nicht so recht, wie sie mit dem Kind umgehen soll.
Der Roman "Luft nach unten" von Tamara Stajner ist sehr vielschichtig und geht tiefer, als der Klappentext es vermuten lässt. Zentral ist für mich die Frage des Mutterseins bzw. des Mutterwerdens. Iva zeigt eine Zerrissenheit zwischen einem Kinderwunsch und ein Leben ohne Kind. Auch wenn ich keine große Sympathie für die Figuren entwickeln konnte, war das Buch doch sehr atmosphärisch für mich. Ich mochte besonders die Szenen in Nordmazedonien und Slowenien. Die Autorin lässt gekonnt geschichtliches einfließen.
"Luft nach unten" ist ein anderes Buch, dass in mir viel nachklingen lassen wird.
Doch mit ihrer Rückkehr aus Nordmazedonien nach Wien geht die Geschichte eine ganz andere Richtung. Der Leser begleitet Iva und ihren Mann Felix durch ihre Kinderwunschbehandlung. Zunächst müssen verschiedene Voruntersuchungen gemacht werden. Und Iva setzt Felix sehr unter Druck. Als Leser bekommt man den Eindruck, dass Iva alles für ein Kind tun würde. Und doch sind da diese großen Streitereien zwischen ihr und ihrem Mann. Sie wirft ihm immer wieder vor zu lügen.
Zwischen diesen Kapiteln schreibt Iva Tagebuch. Die Einträge sind Briefe an ihre Mutter, die sie ihrer Mutter jedoch nie schickt. Durch diese Tagebucheinträge erfährt der Leser von der schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Iva scheint kein gewolltes Kind von der Mutter gewesen zu sein. Und Iva schlägt sich ihr ganzes Leben mit diesem Ungewollt sein herum. Als Erwachsene meidet Iva Besuche bei ihren Eltern. Zu schwer wiegen die Erinnerungen an ihre Kindheit. Auf der anderen Seite zeigt Iva auch Verständnis für ihre Mutter. Sie versteht, dass mit der Mutterschaft eine Frau auch ihr Leben davor in einer gewissen Art und Weise ablegt.
Interessant empfand ich, dass Iva eine Affäre hat. Immer wieder liest man Handynachrichten an Gabriel. Und auch er verzehrt sich nach ihr. Die beiden organisieren heimliche Treffen. Bei mir hat es die Frage aufgeworfen, in wie weit Iva wirklich ein Kind mit ihrem Mann Felix möchte. Sucht sie doch Zuflucht in dieser Affäre. Scheinbar zur Zerstreuung.
Eine weitere besondere Figur Karmela. Ein ca. 10-jähriges Mädchen, dass ganz vernarrt ist in Iva. Doch Iva fühlt sich unwohl in ihrer Nähe. Weiß nicht so recht, wie sie mit dem Kind umgehen soll.
Der Roman "Luft nach unten" von Tamara Stajner ist sehr vielschichtig und geht tiefer, als der Klappentext es vermuten lässt. Zentral ist für mich die Frage des Mutterseins bzw. des Mutterwerdens. Iva zeigt eine Zerrissenheit zwischen einem Kinderwunsch und ein Leben ohne Kind. Auch wenn ich keine große Sympathie für die Figuren entwickeln konnte, war das Buch doch sehr atmosphärisch für mich. Ich mochte besonders die Szenen in Nordmazedonien und Slowenien. Die Autorin lässt gekonnt geschichtliches einfließen.
"Luft nach unten" ist ein anderes Buch, dass in mir viel nachklingen lassen wird.