Familiengeheimnisse

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signalhill Avatar

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Tamara Štajners "Luft nach unten" ist mir zuerst wegen des sehr gelungenen Covers aufgefallen, das mich magisch anzieht. So ganz passt es am Ende wohl eher nicht zu der Familiengeschichte, die sich um die Protagonistin Iva entspinnt, die zur Beerdigung ihres geliebten Kindermädchens in die Heimat gefahren ist. Hier geht es um Familiengeheimnisse, von denen man aber von Anfang an (leider) schon eine Ahnung bekommt...

Die Protagonistin Iva, die selbst gern ein Kind hätte und verzweifelt versucht, mit ihrem Partner Felix den Nachwuchs zu zeugen, muss selbst die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter aufarbeiten. Diese wollte wohl lieber einen Sohn und hat die Beziehung zu ihrer Tochter komplett vernachlässigt, seit diese 14 war, später hat die den Kontakt sogar fast ganz abgebrochen. Und Iva brauchte einen Therapeuten, um diese Beziehung aufzuarbeiten...

Insgesamt ist "Luft nach unten" ein Roman ohne spektakuläre Vorkommnisse oder Wendungen. Er ist damit m.E. eher für ein reiferes Publikum geeignet, obwohl die Protagonistin ja noch jung ist. Mich hat die Zwiesprache Ivas mit Felix etwas genervt, vielleicht hätte man den Roman ein wenig anders aufbauen können. Insgesamt ließ sich "Luft nach unten" gut lesen, hat mich aber nicht so ganz erreicht.