Nicht meins

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marzipanmaedchen Avatar

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„Luft nach unten“ hat mich vor allem wegen des Schauplatzes neugierig gemacht. Ich hatte selbst erst dieses Jahr vom Ohridsee in Mazedonien erfahren, deshalb fand ich es spannend, eine Geschichte zu lesen, die in dieser eher selten gewählten Region spielt. Die Atmosphäre und die Landschaft werden sehr anschaulich beschrieben und vermitteln ein gutes Bild der Umgebung.

Die eigentliche Handlung konnte mich jedoch nicht vollständig überzeugen. Zwar entwickelt sich die Geschichte nach und nach und greift verschiedene Konflikte und Beziehungen auf, insgesamt verliert sie sich aber häufig in sehr detaillierten Beschreibungen. Viele Szenen werden aus meiner Sicht zu ausführlich erzählt, wodurch das Erzähltempo immer wieder ins Stocken gerät. Dadurch fiel es mir schwer, durchgehend in der Geschichte zu bleiben.

Auch mit den Figuren hatte ich zunehmend Probleme. Während sie anfangs noch interessant wirken, wurden sie für mich im Verlauf der Handlung immer unsympathischer. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nur schwer nachvollziehen, wodurch die emotionale Bindung zu den Charakteren immer weiter nachließ. Das machte es schwierig, mit ihnen mitzufiebern oder ihr Schicksal wirklich nachzuempfinden.

Insgesamt bietet das Buch mit seinem ungewöhnlichen Setting und der besonderen Atmosphäre interessante Ansätze. Für meinen Geschmack hätten die Handlung straffer erzählt und die Charaktere nahbarer sein dürfen.