Gut
Der Schreibstil ist bildhaft, poetisch und sehr detailreich. Die Autorin beschreibt Orte, Erinnerungen und Gefühle mit feinen Beobachtungen, wodurch viele Szenen lebendig und atmosphärisch wirken. Gleichzeitig ist die Sprache ruhig und reflektierend. Persönliche Erinnerungen werden mit historischen und gesellschaftlichen Hintergründen verbunden, sodass der Roman sowohl emotional als auch nachdenklich erzählt wird. Die Ich-Erzählerin wirkt sensibel, aufmerksam und stark mit ihrer Herkunft verbunden. Sie beobachtet ihre Umgebung genau und setzt sich intensiv mit ihrer Vergangenheit und ihrer Familiengeschichte auseinander. Die Figuren, denen sie begegnet – etwa Marija, Karmela, Slava oder der Priester – wirken authentisch und verleihen der Geschichte einen realistischen Einblick in das Leben in Nordmazedonien. Besonders die Großmutter und die Familie spielen eine wichtige Rolle für die Erinnerungen und die emotionale Entwicklung der Erzählerin.