Spannende Idee, schwierige Protagonistin

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michellemika Avatar

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Ich habe Luft nach unten wirklich mit viel Vorfreude begonnen. Schon das Bild auf dem Cover hat mich neugierig gemacht und auch die Grundidee – an den Ort der eigenen Kindheit zurückzukehren, um das ehemalige Kindermädchen zu beerdigen – fand ich total spannend.
Leider hatte ich mir anhand des Klappentextes dann doch etwas anderes unter dem Buch vorgestellt. Schon bei den ersten Nachrichten zwischen Iva und ihrem Partner hatte ich das Gefühl: Puh, das wird schwierig für mich. Die Beziehung fand ich von Anfang an ziemlich anstrengend, verworren und teilweise auch einfach toxisch. Und dieses Gefühl hat sich für mich leider durch das Buch gezogen.
Auch mit Iva selbst bin ich überhaupt nicht richtig warm geworden. Ich fand sie teilweise ziemlich unsympathisch, konnte viele ihrer Entscheidungen nicht nachvollziehen und war beim Lesen irgendwann eher genervt als neugierig darauf, wie es mit ihr weitergeht. Auch aus ihrer Entwicklung konnte ich persönlich am Ende nicht besonders viel für mich mitnehmen.
Wer gerne über komplizierte, fragile und teilweise toxische Beziehungen liest – insbesondere auch über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter –, könnte Luft nach unten durchaus spannend finden. Denn genau diese Beziehungen tragen für mich einen großen Teil der Geschichte.
Für mich war es leider nichts. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach andere, aber ich habe bis zum Ende keinen richtigen Zugang zu Iva und ihrer Geschichte gefunden. Deshalb leider keine Leseempfehlung von mir – außer man sucht ganz bewusst einen Roman, der sich intensiv mit schwierigen Beziehungsdynamiken beschäftigt.