viele Themen, viel Chaos
Der Roman ist vielschichtig und intensiv, er behandelt Themen, die nicht einfach zu verarbeiten sind, wie Mutterschaft, unerfüllter Kinderwunsch und auch Prägung durch die Herkunftsfamilie. Im Mittelpunkt steht Iva, eine Musikerin, die mit ihrem Mann versucht ein Kind zu bekommen und vor immer größere Hürden gestellt wird, da es nicht so funktionieren will, wie sie es gerne hätte. Mit der Zeit stellt sich Iva die Frage, ob sie den Wunsch auf ein Baby nicht aufgeben oder zumindest vorerst mal verschieben sollte, obwohl die Zeit rennt. Gleichzeitig belasten sie alte, ungeklärte Konflikte mit ihrer Mutter und neue Konflikte in ihren aktuellen Beziehungen.
Bei Iva merkt man, dass sie hin- und hergerissen ist. Sie versucht Dinge zu verdrängen, das funktioniert aber nur bedingt und äußert sich wiederum auf andere Weise. Wenn sie versucht Probleme anzusprechen und zu lösen, handelt sie impulsiv und reagiert schnell über, sodass die Situationen eskalieren. Man spürt, dass sie nicht ganz im Reinen ist mit sich selbst und mit ihrem Umfeld und dass sie vieles aus ihrer Kindheit auf ihr heutiges Leben projiziert. Auf der inhaltlichen Ebene gefällt mir der Roman sehr gut, auf sprachlicher Ebene bin ich zwiegespalten. Einerseits gibt es Chatverläufe, die die Handlung unterbrechen, kurzweiliger machen, aber auch etwas stören und zwischendurch findet man poetische Passagen, die sich nicht so recht in die Alltagserzählungen, die häufig nüchtern und direkt, fast schon plump erscheinen, einordnen lassen. Hier hätte mir eine gerade Linie oder eine Entscheidung für eine Art der Literatur besser gefallen. Auch themenmäßig war es fast zu viel an Themenvielfalt, sodass nicht alle gleich stark ausgeprägt waren. Die slowenische Geschichte kommt im Vergleich zu den aktuellen Ereignissen zu kurz und hat stellenwiese wenig Platz, hier hätte man auch noch mehr herausholen können.
Bei Iva merkt man, dass sie hin- und hergerissen ist. Sie versucht Dinge zu verdrängen, das funktioniert aber nur bedingt und äußert sich wiederum auf andere Weise. Wenn sie versucht Probleme anzusprechen und zu lösen, handelt sie impulsiv und reagiert schnell über, sodass die Situationen eskalieren. Man spürt, dass sie nicht ganz im Reinen ist mit sich selbst und mit ihrem Umfeld und dass sie vieles aus ihrer Kindheit auf ihr heutiges Leben projiziert. Auf der inhaltlichen Ebene gefällt mir der Roman sehr gut, auf sprachlicher Ebene bin ich zwiegespalten. Einerseits gibt es Chatverläufe, die die Handlung unterbrechen, kurzweiliger machen, aber auch etwas stören und zwischendurch findet man poetische Passagen, die sich nicht so recht in die Alltagserzählungen, die häufig nüchtern und direkt, fast schon plump erscheinen, einordnen lassen. Hier hätte mir eine gerade Linie oder eine Entscheidung für eine Art der Literatur besser gefallen. Auch themenmäßig war es fast zu viel an Themenvielfalt, sodass nicht alle gleich stark ausgeprägt waren. Die slowenische Geschichte kommt im Vergleich zu den aktuellen Ereignissen zu kurz und hat stellenwiese wenig Platz, hier hätte man auch noch mehr herausholen können.