Wenn Frauen nicht in ihre Rollen passen

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söphken Avatar

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Mich hat „Luft nach unten“ vor allem deshalb berührt, weil es so ehrlich mit dem Thema Mutterschaft umgeht. Nicht als etwas, das für jede Frau selbstverständlich dazugehört, sondern als eine Entscheidung, die mit vielen Erwartungen, Ängsten und Widersprüchen verbunden sein kann.

Iva hat mich dabei oft zum Nachdenken gebracht. Über den eigenen Kinderwunsch, über das Verhältnis zur eigenen Mutter und darüber, wie sehr wir von den Frauen geprägt werden, die vor uns da waren.

Ich fand es besonders stark, dass Frauen hier nicht auf ihre Rolle als Mutter oder Tochter reduziert werden. Sie dürfen widersprüchlich sein, zweifeln und auch Entscheidungen treffen, die nicht jedem gefallen.

Für mich ist das Buch deshalb auch sehr feministisch. Es erinnert daran, dass ein Frauenleben nicht nach einer vorgegebenen Vorstellung funktionieren muss. Und dass die Frage „Will ich das wirklich?“ manchmal wichtiger ist als die Frage „Was wird von mir erwartet?“

Ein leises, persönliches und stellenweise unbequemes Buch, das bei mir noch eine Weile nachgewirkt hat.