Zwiegespalten
Iva möchte unbedingt ein Kind mit Ehemann Felix, aber sie will auch an der Affäre mit Gabriel festhalten. Sie will ihre Mutter hinter sich lassen, aber kommt nicht los von ihr. Immer wieder reist sie zurück in das einstige Hotel ihres Großvaters, wo sie ihre Kindheit verbracht hat, aber sie will eigentlich nicht dort sein.
„Luft nach unten“ von Tamara Stajner beinhaltet eigentlich genau das, was der Titel verspricht. Iva ist so zwiegespalten, dass ich irgendwann nur noch genervt war. Was will sie denn nun? Im Laufe des Romans werden immer mehr Fragen aufgeworfen, aber keine Antworten geliefert und wenn dann nur solche, bei denen man den Wahrheitsgehalt nicht bestimmen kann. Und auch am Ende fehlen die Auflösungen. Ich komme gut damit klar, wenn mancher Faden ins Leere läuft. Hier hatte ich das Gefühl, dass alle einfach abgeschnitten wurden. Ich frage mich, worum sollte es eigentlich gehen?
Denn Themen hatte es genug: unerfüllten Kinderwunsch, schwierige Partnerschft, eine Liebschaft, die sich zur Sucht stilisiert, Geheimnisse und Schweigen in einer bewegten Vergangenheit und vor allem Mutter-Tochter-Konflikte. Tamara Stajner versucht, auf allen Parketten gleichzeitig zu tanzen, und verursachte bei mir immer mehr das Gefühl von Unwohlsein. Normalerweise halte ich das sehr gut aus, ich lese gerne Geschichten mit unsympathischen Protagonistinnen, aber so ganz war Iva das nicht, manches konnte ich nachvollziehen, vieles aber nicht, einiges konnte ich schwer mit ihr vereinbaren, in ihrer Ambivalenz war sie nicht stringent. Wahrscheinlich wurde sie dadurch für mich nicht zu einer richtig runden Protagonistin. Und auch die Nebenfiguren blieben fleischlos, auch wenn Tamara Stajner bemerkbar Herzblut hineingeschrieben hat.
Sprachlich war es in Ordnung, hat mich aber auch nicht vom Hocker gehauen, und zum Schluss habe ich die Ortsbeschreibungen und die Kapitel, die Iva an ihre Mutter gerichtet hat, schnell gelesen.
Eigentlich schade, ich hatte mehr erhofft und so schlecht, dass ich es abgebrochen habe, fand ich es dann doch nicht.
„Luft nach unten“ von Tamara Stajner beinhaltet eigentlich genau das, was der Titel verspricht. Iva ist so zwiegespalten, dass ich irgendwann nur noch genervt war. Was will sie denn nun? Im Laufe des Romans werden immer mehr Fragen aufgeworfen, aber keine Antworten geliefert und wenn dann nur solche, bei denen man den Wahrheitsgehalt nicht bestimmen kann. Und auch am Ende fehlen die Auflösungen. Ich komme gut damit klar, wenn mancher Faden ins Leere läuft. Hier hatte ich das Gefühl, dass alle einfach abgeschnitten wurden. Ich frage mich, worum sollte es eigentlich gehen?
Denn Themen hatte es genug: unerfüllten Kinderwunsch, schwierige Partnerschft, eine Liebschaft, die sich zur Sucht stilisiert, Geheimnisse und Schweigen in einer bewegten Vergangenheit und vor allem Mutter-Tochter-Konflikte. Tamara Stajner versucht, auf allen Parketten gleichzeitig zu tanzen, und verursachte bei mir immer mehr das Gefühl von Unwohlsein. Normalerweise halte ich das sehr gut aus, ich lese gerne Geschichten mit unsympathischen Protagonistinnen, aber so ganz war Iva das nicht, manches konnte ich nachvollziehen, vieles aber nicht, einiges konnte ich schwer mit ihr vereinbaren, in ihrer Ambivalenz war sie nicht stringent. Wahrscheinlich wurde sie dadurch für mich nicht zu einer richtig runden Protagonistin. Und auch die Nebenfiguren blieben fleischlos, auch wenn Tamara Stajner bemerkbar Herzblut hineingeschrieben hat.
Sprachlich war es in Ordnung, hat mich aber auch nicht vom Hocker gehauen, und zum Schluss habe ich die Ortsbeschreibungen und die Kapitel, die Iva an ihre Mutter gerichtet hat, schnell gelesen.
Eigentlich schade, ich hatte mehr erhofft und so schlecht, dass ich es abgebrochen habe, fand ich es dann doch nicht.