Cosy Crime mit Calvados

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ravenmoon Avatar

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Cosy Crime hat für mich einfach einen besonderen Reiz: Man bekommt einen Mordfall, möglichst viele schräge Dorfbewohner und dazu eine Atmosphäre, in der man sich eigentlich ganz gemütlich zurücklehnen möchte – wenn nicht gerade eine Leiche verschwunden wäre. 😄

Madame Mort und der tote Onkel scheint genau in diese Kerbe zu schlagen. Berthe Saunier ist als Rechtsmedizinerin eine interessante Hauptfigur, und die ersten Seiten zeigen bereits, dass sie nicht nur beruflich mit dem Tod zu tun bekommt. Besonders die Mischung aus französischem Dorfleben, eigenwilligen Charakteren und trockenem Humor gefällt mir.

Sehr schön finde ich dabei den Kontrast: Gerade noch Geburtshilfe leisten, kurz darauf sitzt Berthe mit Bürgermeister, Dorfbewohnerin und einem Glas Calvados zusammen – und erfährt ganz nebenbei, dass eine Leiche verschwunden ist. Das ist schon ziemlich charmant schräg.

Der Schreibstil liest sich locker und angenehm, die Figuren bekommen schon auf wenigen Seiten ordentlich Persönlichkeit. Und das Cover passt wunderbar dazu: sommerliches Südfrankreich, Meer, kleine Häuser und Madame Mort mit ihrem Koffer – harmlos und idyllisch auf den ersten Blick, obwohl der Titel bereits verrät, dass hier irgendetwas ganz und gar nicht stimmt.

Für mich nach dieser Leseprobe ein vielversprechender Cosy-Crime-Auftakt mit französischem Flair, skurrilen Figuren und genau der richtigen Prise schwarzem Humor. Ich bin gespannt, was es mit dem verschwundenen Onkel auf sich hat.