Makaber, charmant und ziemlich französisch

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igraine78 Avatar

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Bereits die ersten Seiten haben mir ein Schmunzeln entlockt. Pierre Lagrange verbindet Krimispannung mit einem angenehm trockenen, manchmal wunderbar makabren Humor. Dass ausgerechnet eine Rechtsmedizinerin den Spitznamen „Madame Mort“ trägt, passt dabei perfekt zu ihr.

Überhaupt lebt der Einstieg stark von seinen eigenwilligen und schrulligen Figuren. Dazu kommt das südfranzösische Setting, das mit seinen kleinen Dörfern, Märkten, Weinbergen und kulinarischen Details sehr anschaulich vermittelt wird. Diesen Eindruck eines humoristischen Kriminalromans vermittelt auch das Buchcover.

Besonders gut gefällt mir der Ton des Romans: locker und humorvoll, ohne dass der Kriminalfall dadurch ins Lächerliche gezogen wird. Gleichzeitig werden bereits einige Fragen aufgeworfen, die neugierig machen. Vor allem die ungewöhnliche Geschichte um den verschwundenen Toten verspricht einen Fall, bei dem man unbedingt wissen möchte, was dahintersteckt.

Der Auftakt macht für mich daher vor allem eines: Lust auf mehr. „Madame Mort und der tote Onkel“ scheint genau die Art von Krimi zu sein, bei der man nicht nur wegen des Falls weiterlesen möchte, sondern auch, weil man die Figuren und ihre kleinen Eigenheiten gerne näher kennenlernen will.