Ein herrlich schräger Kriminalfall

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timothy Avatar

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Ein Krimi, bei dem eine verschwundene Leiche für ordentlich Aufregung sorgt und die Rechtsmedizinerin selbst zur Ermittlerin wird – das hat mir richtig gut gefallen. Berthe Saunier ist eine Hauptfigur, die mir schnell ans Herz gewachsen ist. Sie hat ihren eigenen Kopf, lässt sich nicht so leicht bremsen und sorgt mit ihrer Art immer wieder für unterhaltsame Momente. Besonders ihre Gespräche mit Hugo, ihrem Skelett, fand ich herrlich schräg. Das ist genau die Art von Humor, die einen Krimi auflockert, ohne dass die eigentliche Geschichte zur Nebensache wird.

Der Fall selbst hat mich immer wieder auf neue Ideen gebracht. Hinter dem Diebstahl steckt schließlich mehr, als man zunächst vermuten könnte, und die Zusammenhänge zu erkennen, macht einen großen Teil des Lesespaßes aus. Dabei fand ich es gelungen, dass neben der Krimihandlung auch die Atmosphäre der Provence ihren Platz bekommt. Man bekommt ein Gefühl für den kleinen Ort und seine Bewohner, ohne dass die Beschreibungen die Handlung ausbremsen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und hat für mich genau das richtige Tempo. Auch das Cover gefällt mir: Die farbenfrohe Gestaltung passt zum lockeren Ton und macht neugierig auf die Geschichte. Schön fand ich außerdem, Berthe nun einmal als Hauptfigur zu erleben, statt sie nur aus den Albin-Leclerc-Krimis zu kennen. Sie kann problemlos eine eigene Reihe tragen. Insgesamt hatte ich mit diesem Krimi unterhaltsame Lesestunden und würde ihn besonders allen empfehlen, die rätselhafte Fälle mögen, aber auch gerne lachen. Ich hoffe, dass Berthe noch weitere spannende Fälle lösen darf.