ein humorvoller und gleichzeitig spannender Krimi

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tayjan Avatar

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Offensichtlich gibt es vom Autor bereits eine Krimiserie um einen ehemaligen Polizeibeamten, in der auch die Rechtsmedizinerin Dr. Berthe Saunier vorkommt. In diesem Krimi ist nun Berthe selbst die Ermittlerin.

In ihrem kleinen Heimatort St. Pierre wird der Gemüsehändler Gustave Moreau tot auf seinem Feld gefunden. Herzschlag lautet die Diagnose. Die Leiche soll aber noch untersucht werden. Bevor es dazu kommt, wird sie jedoch aus dem Bestattungsunternehmen gestohlen.

Berthes Ehrgeiz ist geweckt - nicht nur, weil sie sich fragt, wer wohl eine Leiche stiehlt, sondern auch, weil sie keine Verbrechen in ihrem beschaulichen Heimatort haben will.

So ermittelt sie mit ihren Kenntnissen als Rechtsmedizinerin und ihrer Ortskenntnis auf eigene Faust, eigenwillig und mit unorthodoxen Methoden, wodurch sie sich recht schnell in Gefahr begibt.

Der Schreibstil gefällt mir gut, und die Geschichte ist spannend. Die Charaktere wirken authentisch, wenn auch teilweise leicht verschroben, aber gerade das hat Charme. Wenn Berthe im Geist Gespräche mit ihrem Anatomieskelett im Arbeitszimmer führt oder ihr Mann den jede Nacht scheußlich musizierenden Nachbarn aufsucht, um um Ruhe zu bitten, erst mitten in der Nacht sturzbetrunken zurückkehrt und eine Band mit dem Nachbarn gegründet hat, die beim Ortsfest auftreten will, hat das so seinen eigenen Reiz.

Pierre Lagrange liefert hier einen spannenden und humvorvollen Krimi. Gleichzeitig weist er durch die Verwendung der Rechtsmedizinerin Berthe aus seiner Krimiserie um Albin Leclerc und das Auftreten Leclercs auch in diesem Fall geschickt auf seine andere Krimiserie hin.