Solider Cosy Crime mit Provence-Flair

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chiralu Avatar

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"Madame Mort und der tote Onkel" war mein erstes Buch von Pierre Lagrange und ich freute mich auf einen Cosy Crime mit Provence-Flair.

Nachdem Rechtsmedizinerin Dr. Berthe Saunier erst ganz überraschend bei einer Geburt helfen muss, erfährt sie währenddessen, dass eine Leiche beim Bestatter gestohlen wurde - genau genommen der tote Onkel ihres Gemüsehändlers. Aus dem gemütlichen Wochenende, was sie eigentlich geplant hatte, wurde nichts - stattdessen fing Berthe an zu ermitteln und stürzte sich waghalsig in die Lösung des Falls.

Das Buch hatte viel zu bieten: humorvolle Passagen, Momente, in denen ich ebenfalls mit ermittelte und versuchte die einzelnen Hinweise zusammenzubringen, ein zwei spannendere Situationen, aber gleichzeitig auch ein paar zähere Längen.

Ich würde sagen, es war ein solider Cosy Crime, der für nette Lesestunden gesorgt hat, mich aber letztendlich nicht komplett fesseln und überzeugen konnte. Vielleicht hätte es hier noch ein bisschen mehr Nervenkitzel gebraucht? Vielleicht störte es mich aber auch, dass der Fall eher durch Zufall gelöst wurde? Ich kann es gar nicht genau begründen, doch leider ist der Funken einfach nicht ganz übergesprungen.

Trotzdem ist es alles andere als ein schlechter Krimi! Dr. Berthe Saunier ist sehr sympathisch und ihre Eigenart, sich mit ihrem Skelett namens Hugo zu unterhalten, fand ich zunächst etwas seltsam, aber dann doch herrlich schrullig. Auch ihr Ehemann César hat der ganzen Geschichte viel Charme verliehen, da er einfach ganz anders als seine Frau war und das Paar für einige Schmunzler meinerseits gesorgt hat.