A big big girl in a big big world

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elefantracer Avatar

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Issa und Grace sind ein Team. Nicht nur in der Schule, sondern auch im Leben sind die beiden ein unzertrennliches Team. Doch die Sorgen des Erwachsenwerdens machen vor nichts halt.

"Mädchen allein zu zweit" ist ein Paradebeispiel für Übergriffigkeit von Erwachsenen, mangelnde Kommunikation und fehlende Begegnung auf Augenhöhe. Oder übersetzt: wenn Menschen sich und anderen das Leben unnötig kompliziert machen. Auch hier hätten Vertrauen, Ehrlichkeit und Verständnis viele Probleme eliminiert oder zumindest minimiert.

Ich finde es immer schade zu sehen, wie viel Potenzial Kinder und Jugendliche haben, das von Eltern bzw. Verwandten und Pädagogen untergraben wird. Noch dazu, wenn es sich dann um nicht mehr umkehrbare Vorkommnisse handelt und man Erwachsene hat, die immer noch unter diesen Situationen leiden.

Auch die Einkommensdifferenzen, die hier im Schulleben Einfluss nehmen, sind essentielle Stolpersteine, die Menschen hindern ihre Fähigkeiten bestmöglich zu nutzen.

Damit hat die Geschichte für mich ziemlich viel Realität abgebildet und nimmt hoffentlich den ein oder anderen Leser mit in die reale Welt.

Womit ich leider hadere, ist die Umsetzung von Grace' medizinischer Situation. Diese Thematik ist Teil meiner eigenen Geschichte und ich finde es toll, wenn auch solche Erlebnisse in Büchern stattfinden, eben weil Menschen aus Büchern Dinge mitnehmen, die sie vielleicht nie erfahren oder sich zu fragen getraut hätten. Für mein Empfinden wurde hier aber zu sehr auf die Punkte Finanzierung und emotionale bzw. psychische Problematik gesetzt. Die medizinische Auseinandersetzung mit diesem Thema inkludiert aber zu einem großen Teil eine physische Komponente, die für mich hier zu kurz kam und die bei der Beurteilung durch Fachkräfte elementar ist. Für das was das Buch am Ende meines Erachtens ausdrücken will, hätte es die Berücksichtigung gebraucht, nicht nur weil Betroffene hier eine falsche Vorstellung vermittelt bekommen könnten.

Ich würde dem Buch die Fähigkeit zusprechen, zwischen Jugendlichen und Erwachsenen zu vermitteln, es aber durch diesen Teil eingeschränkt empfehlen.