Allein zu zweit

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abibliophobia Avatar

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Nach Daniela Dreschers Roman Lügen über meine Mutter war ich skeptisch, ob ich überhaupt noch einmal ein Buch von ihr lesen möchte. Denn Lügen über meine Mutter war so schockierend, nahezu traumarisierend und wurde auch in unserem Literaturkreis viel diskutiert.
Daher war ich schon fast etwas verängstigt dieses Buch zu lesen. Aber alleine schon weil es ein Jugendroman ist, ist es in vielerlei Hinsicht ganz anders, aber gewohnt gut.
Das Buch beginnt bereits mit einer liebevollen Widmung und die Einführung von Issa und Grace in die Geschichte ist wirklich toll. Ein Internat voller rich kids und mittendrin zwei Mädels alleinerziehender Mütter. Das Buch ist voll von erwachsenen Gedanken, verpackt in den Schreib- und Sprachstil von Teenagern. Es hat mich total abgeholt. Die Gedanken und Probleme, die man in diesem Alter hat, werden hervorragend beschrieben.
Ihre Eltern mögen weniger Geld haben, aber sie haben ihren Mädchen die richtigen Werte mitgegeben, gerade auch in Bezug auf den weiblichen Körper und seine Akzeptanz. Ein Thema, das Frauen ihr ganzes Leben begleitet und beeinflusst. Das Alphabet des Geldes verkörpert sehr gut, wie schnell die beiden erwachsen werden müssen und wie motiviert und kämpferisch sie sind ihr Leben anders zu gestalten.
Das Buch ist voller starker Frauen auf unterschiedliche Art und Weise und das ist sehr inspirierend. Issa und Grace entscheiden immer zusammen, auch bei Plan C, der sie fast entzweit.
Es geht um Geld, Moral, Macht, Freundschaft und auch ein wenig um Liebe. Ein grandioser Jugendroman mit sehr viel Tiefe und Gesellschaftskritik.