Ein Buch über weibliche Scham und Klassismus!
Ich habe die Bücher von Daniela Dröscher schon immer sehr gerne gelesen, besonders Lügen über meine Mutter. Ich mag ihren Schreibstil unglaublich gerne, weil sie es schafft, schwere und unangenehme Themen so leicht und selbstverständlich zu erzählen, dass sie gerade dadurch lange nachwirken.
Bei Mädchen, allein, zu zweit habe ich während des Lesens immer wieder gedacht: Dieses Buch hätte ich als Jugendliche oder junge Erwachsene so gerne schon gelesen.
Denn Geld macht etwas mit einem. Vor allem, wenn man nicht genug davon hat. Und noch mehr, wenn man ständig von Menschen umgeben ist, die sich darüber keine Gedanken machen müssen. Wie fühlt es sich an, wenn andere sich Dinge einfach leisten können, die für einen selbst unerreichbar sind? Was macht es mit einem, wenn man Geld braucht und deshalb Dinge tut, für die andere einen verurteilen?
Ich fand besonders spannend, wie das Buch dazu bringt, über unsere eigenen moralischen Maßstäbe nachzudenken. Wir urteilen so schnell über andere. Gerade über Mädchen und Frauen. Darüber, was sie tun, was sie tragen, mit wem sie schlafen, wie sie mit ihrem Körper umgehen und welche Entscheidungen sie treffen. Viel seltener fragen wir uns, welche Möglichkeiten sie eigentlich hatten. Welche Abhängigkeiten dahinterstehen. Und wie viel Freiheit man tatsächlich hat, wenn einem das Geld fehlt.
Für mich steckt darin auch eine sehr feministische Frage: Wie selbstbestimmt kann man sein, wenn man finanziell abhängig ist oder sich Dinge schlicht nicht leisten kann? Und warum wird besonders bei Frauen so schnell aus einer Entscheidung ein moralisches Urteil?
Ich mochte sehr, dass Daniela Dröscher diese Fragen nicht mit einfachen Antworten versieht. Sie erzählt von Scham, Geld, Freundschaft, Begehren und sozialer Ungleichheit, ohne ihre Figuren in gut und böse einzuteilen.
Bei Mädchen, allein, zu zweit habe ich während des Lesens immer wieder gedacht: Dieses Buch hätte ich als Jugendliche oder junge Erwachsene so gerne schon gelesen.
Denn Geld macht etwas mit einem. Vor allem, wenn man nicht genug davon hat. Und noch mehr, wenn man ständig von Menschen umgeben ist, die sich darüber keine Gedanken machen müssen. Wie fühlt es sich an, wenn andere sich Dinge einfach leisten können, die für einen selbst unerreichbar sind? Was macht es mit einem, wenn man Geld braucht und deshalb Dinge tut, für die andere einen verurteilen?
Ich fand besonders spannend, wie das Buch dazu bringt, über unsere eigenen moralischen Maßstäbe nachzudenken. Wir urteilen so schnell über andere. Gerade über Mädchen und Frauen. Darüber, was sie tun, was sie tragen, mit wem sie schlafen, wie sie mit ihrem Körper umgehen und welche Entscheidungen sie treffen. Viel seltener fragen wir uns, welche Möglichkeiten sie eigentlich hatten. Welche Abhängigkeiten dahinterstehen. Und wie viel Freiheit man tatsächlich hat, wenn einem das Geld fehlt.
Für mich steckt darin auch eine sehr feministische Frage: Wie selbstbestimmt kann man sein, wenn man finanziell abhängig ist oder sich Dinge schlicht nicht leisten kann? Und warum wird besonders bei Frauen so schnell aus einer Entscheidung ein moralisches Urteil?
Ich mochte sehr, dass Daniela Dröscher diese Fragen nicht mit einfachen Antworten versieht. Sie erzählt von Scham, Geld, Freundschaft, Begehren und sozialer Ungleichheit, ohne ihre Figuren in gut und böse einzuteilen.