Eine Freundschaft, die vieles verbindet

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Im Mittelpunkt des Romans „Mädchen allein zu zweit“ stehen die 15-jährigen Issa und Grace, die an einer elitären Schule beide das Gefühl haben, irgendwie anders zu sein. Ihre Lebenssituationen unterscheiden sich zwar, doch sie verbindet eine enge Freundschaft, in der auch sehr persönliche Geheimnisse Platz finden.

Daniela Dröscher greift dabei verschiedene Themen auf, die den Alltag Jugendlicher prägen: finanzielle Sorgen, soziale Unterschiede, das eigene Körperbild und die erste Liebe. Besonders die Freundschaft der beiden Mädchen wirkt glaubwürdig und erinnert daran, wie wichtig solche Beziehungen gerade in dieser Lebensphase sein können. Die Geschichte bietet viele Anknüpfungspunkte, ohne dabei belehrend zu werden.
Der Schreibstil ist unkompliziert und die knapp 190 Seiten sind schnell gelesen. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe gewünscht. Obwohl die Geschichte viele interessante Themen und Einblicke in die Lebenswelten der beiden Protagonistinnen bietet, blieben mir ihre persönlichen Konflikte und Beziehungen teilweise etwas zu oberflächlich. Wirklich tief in die Geschichte hineingezogen hat sie mich deshalb nicht.

Insgesamt ist Mädchen allein zu zweit ein unterhaltsamer Jugendroman, der wichtige Themen mit einer schönen Freundschaftsgeschichte verbindet. Auch wenn mich das Buch nicht vollständig überzeugen konnte, hatte ich Freude an der Lektüre. Gerade für Jugendliche, aber auch für Erwachsene ist es eine lesenswerte Geschichte.