Gemeinsam stark

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Das Cover von „Mädchen allein zu zweit“ ist mir sofort aufgefallen. Die kräftigen Farben und die beiden selbstbewusst dargestellten Mädchen verleihen ihm etwas Unangepasstes und Lebendiges. Für mich passt diese Gestaltung gut zum Buch, weil sie bereits den engen Zusammenhalt der Freundinnen erkennen lässt.
Im Mittelpunkt stehen die fünfzehnjährigen Issa und Grace, die beide mit Problemen konfrontiert werden, die sie eigentlich nicht allein bewältigen sollten. Finanzielle Sorgen, gesellschaftliche Unterschiede und der schwierige Umgang mit dem eigenen Körper spielen dabei eine wichtige Rolle. Mehr möchte ich über die Handlung nicht verraten.
Besonders gefallen hat mir, dass die Sorgen der beiden Mädchen nicht verharmlost werden. Gleichzeitig wird die Geschichte nicht unnötig bedrückend erzählt. Ich konnte zwar nicht jede Entscheidung von Issa und Grace gutheißen, aber meistens nachvollziehen, warum sie so handeln. Gerade ihre Fehler und manchmal vorschnellen Ideen machen sie glaubwürdig. Ihre Freundschaft wirkt eng und verlässlich, ohne dabei zu perfekt dargestellt zu werden.
Daniela Dröscher schreibt direkt, verständlich und ohne künstlich wirkende Jugendsprache. Dadurch lässt sich das Buch angenehm lesen. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass einzelne Themen noch etwas ausführlicher behandelt werden. Teilweise werden interessante Konflikte eher angerissen, als wirklich vertieft.
Mein Fazit: „Mädchen allein zu zweit“ erzählt einfühlsam davon, wie es sich anfühlen kann, schon früh zu viel Verantwortung tragen zu müssen. Ich empfehle das Buch besonders Jugendlichen ab etwa 14 Jahren und allen, die lebensnahe Geschichten über Freundschaft, soziale Unterschiede und das Erwachsenwerden mögen.