Originell und realistisch

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„Mädchen allein zu zweit“ ist ein Jugendbuch von Daniela Dröscher. Auf 190 Seiten erzählt es die Geschichte zweier 15-jähriger Mädchen, die sich gegenseitig unterstützen und ihre jeweiligen Lebensprobleme lösen.

Issa und Grace sind zwei 15-jährige Mädchen, die beide in Ein-Eltern-Familien aufwachsen und die Gesellschaft und Unterstützung ihrer Väter vermissen. Sie besuchen ein Internat, das von wohlhabenden Schülern besucht wird, haben aber ständig mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Issa macht sich Sorgen um die finanzielle Lage ihrer Familie und kann sich möglicherweise keine Schulausflüge leisten. Grace leidet unter ihrer großen Oberweite, die ihr Rückenschmerzen bereitet; sie wünscht sich eine Brustverkleinerung, doch die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Beide Mädchen stehen vor finanziellen Problemen und beschließen, selbst Lösungen zu finden.

Dies ist ein beeindruckendes Jugendbuch, das sich deutlich im Stil von Jugendliteratur bewegt. Die Geschichte wird aus Issas Perspektive erzählt und ist in einem flüssigen, natürlichen und ehrlichen Stil geschrieben, mit einer fesselnden Handlung und gelegentlichen humorvollen Einlagen. Die beiden Mädchen sind gut ausgearbeitete Charaktere, und ihre Gedanken und Gefühle wirken authentisch und glaubwürdig. Neben der lebendigen Schilderung des Schullebens behandelt das Buch auch tiefgründige Themen und beleuchtet wichtige gesellschaftliche Probleme wie Vermögensungleichheit, soziale Gerechtigkeit und Frauenrechte. Graces Kampf mit ihrer großen Oberweite ist eine originelle und realistische Prämisse, da ich in meiner Jugend ähnliche Ängste erlebt habe. Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass mir „Alphabet des Geldes – Graces Handbuch“ ebenfalls sehr gut gefallen hat.