Zu viel

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bookworld91 Avatar

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Zwei Freundinnen. Eine Sorge. Und ein weiter Weg. „Mädchen allein zu zweit“ begleitet die Freundinnen Issa und Grace.

Grace benötigt dringend Geld für eine Operation, das ihre Eltern ihr nicht geben wollen. Issas Mutter hingegen kämpft mit einem Berg unbezahlter Rechnungen. Hinzu kommen Klimademos, die erste Liebe und Selbstfindung. Ob es den Feindinnen gelingt, zurecht zu kommen?

Ich habe dem Buch gerne zugehört. Birte Schnöink ist es gelungen, mir die Welt von Issa und Grace aus Daniela Dröschers Roman nahe zu bringen, obgleich meine Teenager Zeiten längst vorbei sind.

Dies begann bereits bei der Sprache. Mit kluger Betonung und geschickten Pausen las die Sprecherin den detailreichen und bildhaften Roman. So bekam ich eine gute Vorstellung davon, wie das Leben der Freundinnen ablief. Vom Freibad bis zum Arzttermin wurde alles geschildert.

Die beiden Protagonistinnen waren mir dank der guten Beschreibungen direkt sympathisch. Sie halten zusammen, ergänzen sich prima und sind der anderen eine Stütze. Auffällig ist dabei, wie vorurteilsfrei sie im Vergleich zu ihren Mitschülern miteinander umgehen. Das hat mir sehr gefallen.

Der einzige kleine Kritikpunkt versteckt sich in der Thematik. Auch wenn ich die Relevanz der einzelnen Themen anerkenne (Selbstfindung, Schönheitsideal, Freundschaft und Geldnot sind wichtige Themen), so ist es für dieses kurze Buch zu viel. Die einzelnen Themen werden nicht ausführlich genug besprochen und einiges bleibt ungesagt, was ich schade finde. Hier wäre weniger mehr. Daher gebe ich den Roman vier Sterne.