Dorfleben, tote Pferde und die ganz große Nostalgie
Die Geschichte entführt uns mitten in die deutsche Provinz und dreht sich um Marie, die nach Jahren wieder auf ihren alten Jugendfreund und Ex-Freund Paul trifft, den alle im Dorf nur Magisch nennen. Magisch ist nach einer langen Zeit als Musiker zurückgekehrt und zieht ein ziemlich skurriles, illegales Business auf: Er entsorgt im Sommer heimlich und gegen bar Kralle tote Pferde, die die behördliche Tierbeseitigung einfach liegen lässt. Das Buch ist ein absolut realistischer Gegenwartsroman, der perfekt für Jugendliche ab etwa 14 oder 15 Jahren und natürlich auch für Erwachsene geeignet ist, weil er genau die richtige Mischung aus Humor und echtem Leben trifft.
Das Buchcover, das den Buchtitel als gelben Schriftzug auf dem Rücken einer Kuh(?) zeigt, wirkt auf mich super minimalistisch. Mir gefällt es nicht so gut, weil es mir zu wenig über den Inhalt oder die Art der Geschichte verrät.
Besonders gut gefallen hat mir der unfassbar trockene Humor direkt ab der ersten Seite. Die Story startet mit der absurden Beschreibung, wie ein Dorfbewohner versucht, ein totes Shetlandpony am Straßenrand zu vergraben, weil er nicht weiterweiß. Das ist gleichzeitig total makaber und mega lustig. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren fühlt sich absolut echt an, als würde man selbst in diesem Dorf wohnen.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war der krasse Kontrast, als es plötzlich um Maries Bruder Andi geht, der sich in eine richtig heftige Nazi-Richtung entwickelt hat und Magisch früher brutal zusammengeschlagen hat. Dieser abrupte Wechsel von der lockeren, lustigen Stimmung hin zu diesem bitteren, traurigen Dorfterror hat mich beim Lesen erst mal kurz schlucken lassen.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach nur genial. Sie schreibt komplett geradeaus, ohne geschwollene Wörter, sondern im authentischen Plauderton aus Maries Sicht. Der Spannungsaufbau ist in einer Leseprobe natürlich noch am Anfang, aber man merkt sofort, dass unter der Oberfläche der dörflichen Idylle jede Menge alte Konflikte und ungeklärte Gefühle brodeln. Die Charaktere wie die schlagfertige Marie, der furchtlose, aber tiefgründige Magisch oder der total nervöse Gehilfe Edwin sind fantastisch gezeichnet, extrem lebendig und haben alle ihre Ecken und Kanten.
Das Buch ist perfekt geeignet für alle, die Bock auf authentische Geschichten mit viel schwarzem Humor, Realismus und ein bisschen Vorstadt-Nostalgie haben. Wer allerdings einen klassischen, rasanten Thriller oder eine filterblasenreine, zuckersüße Liebesgeschichte sucht, wird hier eher weniger glücklich werden.
Nach diesem Einstieg erwarte ich eine extrem spannende und emotionale Geschichte darüber, wie Marie und Magisch mit ihrer Vergangenheit aufräumen und sich gegen den Dorfterror behaupten.
Das Buchcover, das den Buchtitel als gelben Schriftzug auf dem Rücken einer Kuh(?) zeigt, wirkt auf mich super minimalistisch. Mir gefällt es nicht so gut, weil es mir zu wenig über den Inhalt oder die Art der Geschichte verrät.
Besonders gut gefallen hat mir der unfassbar trockene Humor direkt ab der ersten Seite. Die Story startet mit der absurden Beschreibung, wie ein Dorfbewohner versucht, ein totes Shetlandpony am Straßenrand zu vergraben, weil er nicht weiterweiß. Das ist gleichzeitig total makaber und mega lustig. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren fühlt sich absolut echt an, als würde man selbst in diesem Dorf wohnen.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war der krasse Kontrast, als es plötzlich um Maries Bruder Andi geht, der sich in eine richtig heftige Nazi-Richtung entwickelt hat und Magisch früher brutal zusammengeschlagen hat. Dieser abrupte Wechsel von der lockeren, lustigen Stimmung hin zu diesem bitteren, traurigen Dorfterror hat mich beim Lesen erst mal kurz schlucken lassen.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach nur genial. Sie schreibt komplett geradeaus, ohne geschwollene Wörter, sondern im authentischen Plauderton aus Maries Sicht. Der Spannungsaufbau ist in einer Leseprobe natürlich noch am Anfang, aber man merkt sofort, dass unter der Oberfläche der dörflichen Idylle jede Menge alte Konflikte und ungeklärte Gefühle brodeln. Die Charaktere wie die schlagfertige Marie, der furchtlose, aber tiefgründige Magisch oder der total nervöse Gehilfe Edwin sind fantastisch gezeichnet, extrem lebendig und haben alle ihre Ecken und Kanten.
Das Buch ist perfekt geeignet für alle, die Bock auf authentische Geschichten mit viel schwarzem Humor, Realismus und ein bisschen Vorstadt-Nostalgie haben. Wer allerdings einen klassischen, rasanten Thriller oder eine filterblasenreine, zuckersüße Liebesgeschichte sucht, wird hier eher weniger glücklich werden.
Nach diesem Einstieg erwarte ich eine extrem spannende und emotionale Geschichte darüber, wie Marie und Magisch mit ihrer Vergangenheit aufräumen und sich gegen den Dorfterror behaupten.