Beziehungen
Eine Frau mit einer Hundeschule. Ein Mann, der nach über zehn Jahren in seine Heimat zurückkehrt und für Wirbel sorgt. Ein anderer Mann gerät auf die schiefe Bahn. Das alles passiert in „Magisch“.
Marie und ihr Jugendfreund Paul Magisch treffen nach Jahren der Abwesenheit aufeinander. Inzwischen leitet Marie eine Hundeschule, Magisch lässt Tierkadaver verschwinden. Zwischen ihnen steht Maries Bruder Andi, der für einiges an Trubel sorgt…
Das Buch hat mich bewegt. Nicht nur, das die angesprochenen Themen aktuelle Brisanz haben, es wird in frecher, rebellischer Sprache aus der Sicht von Marie geschildert. Die Protagonistin lässt sich nichts vorschreiben, findet ihren eigenen Weg und hinterfragt festgefahrene Prinzipien, was sich in einem Schreibstil voller Attribute, sprachlicher Bilder und Alliterationen widerspiegelt. Dabei bringt sie auch mich als Leserin zum Nachdenken.
Aber nicht nur Marie ist revolutionär. Magisch gibt wenig um die Meinung anderer, sei es bezüglich seines Talents, Leichen (und seien es Tierleichen) verschwinden zu lassen, oder seine ursprüngliche Herkunft- Paul Magisch tut oberflächlich so, als wäre ihn alles egal. Schade, dass er nur oberflächlich behandelt werden kann- tiefe Gefühle kommen wenig rüber. Das hätte ich allerdings spannend gefunden.
Ebenso oberflächlich wird Maries Bruder vorgestellt. Andi hat sich von den rechtsextremen mitziehen lassen, schlägt Magisch und kriegt sein Leben nicht in Griff . Auch wenn Marie den Zwiespalt zwischen Bindung zu ihrem Bruder und Abgrenzung vom Rechtsextremismus deutlich thematisiert, hätte mich hier die Sicht ihres Bruders interessiert. Was hat ihm so werden lassen? Bedeutet seine Schwester ihm irgendwas? All diese Fragen bleiben leider offen.
Insgesamt ist Magisch ein super Roman, der an einigen Stellen mehr Tiefe benötigen könnte. Ein Gespräch mit den Herren, wo Gründe und Gefühle echt dargestellt werden, hätte für mich noch gefehlt. So vergebe ich vier Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.
Marie und ihr Jugendfreund Paul Magisch treffen nach Jahren der Abwesenheit aufeinander. Inzwischen leitet Marie eine Hundeschule, Magisch lässt Tierkadaver verschwinden. Zwischen ihnen steht Maries Bruder Andi, der für einiges an Trubel sorgt…
Das Buch hat mich bewegt. Nicht nur, das die angesprochenen Themen aktuelle Brisanz haben, es wird in frecher, rebellischer Sprache aus der Sicht von Marie geschildert. Die Protagonistin lässt sich nichts vorschreiben, findet ihren eigenen Weg und hinterfragt festgefahrene Prinzipien, was sich in einem Schreibstil voller Attribute, sprachlicher Bilder und Alliterationen widerspiegelt. Dabei bringt sie auch mich als Leserin zum Nachdenken.
Aber nicht nur Marie ist revolutionär. Magisch gibt wenig um die Meinung anderer, sei es bezüglich seines Talents, Leichen (und seien es Tierleichen) verschwinden zu lassen, oder seine ursprüngliche Herkunft- Paul Magisch tut oberflächlich so, als wäre ihn alles egal. Schade, dass er nur oberflächlich behandelt werden kann- tiefe Gefühle kommen wenig rüber. Das hätte ich allerdings spannend gefunden.
Ebenso oberflächlich wird Maries Bruder vorgestellt. Andi hat sich von den rechtsextremen mitziehen lassen, schlägt Magisch und kriegt sein Leben nicht in Griff . Auch wenn Marie den Zwiespalt zwischen Bindung zu ihrem Bruder und Abgrenzung vom Rechtsextremismus deutlich thematisiert, hätte mich hier die Sicht ihres Bruders interessiert. Was hat ihm so werden lassen? Bedeutet seine Schwester ihm irgendwas? All diese Fragen bleiben leider offen.
Insgesamt ist Magisch ein super Roman, der an einigen Stellen mehr Tiefe benötigen könnte. Ein Gespräch mit den Herren, wo Gründe und Gefühle echt dargestellt werden, hätte für mich noch gefehlt. So vergebe ich vier Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.