Ein Sommerroman mit Herz und Haltung

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Im Mittelpunkt stehen Marie und Paul Magisch, die viele Erinnerungen teilen und sich nach Jahren wieder begegnen. Gleichzeitig spielt Maries Familie eine große Rolle. Besonders die Konflikte mit ihrem Bruder zeigen, wie unterschiedlich Menschen sein können und wie schwierig es ist, Familie, Liebe und eigene Überzeugungen miteinander zu verbinden.

Obwohl das Buch ernste Themen wie gescheiterte Träume, politische Spannungen oder das Scheitern von Beziehungen aufgreift, fühlt es sich nie schwer an. Im Gegenteil. Die Geschichte vermittelt das Gefühl, dass niemand perfekt sein muss und dass es in Ordnung ist, wenn das Leben anders verläuft als geplant. Das fand ich besonders berührend.

Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Immer wieder lockern humorvolle Momente die Handlung auf, ohne den Tiefgang zu verlieren. Die Figuren wirken authentisch und ihre Gefühle konnte ich gut nachvollziehen. Auch die ländliche Atmosphäre am Rand des Ruhrgebiets ist so lebendig beschrieben, dass ich mich direkt dorthin versetzt gefühlt habe.

Für mich ist "Magisch" ein besonderer Sommerroman. Warmherzig, ehrlich und nachdenklich, ohne kitschig zu werden. Ein Buch, das lange nachhallt und zeigt, dass auch unperfekte Lebenswege ihren eigenen Wert haben.