Gelungene Mischung aus Humor und Ernst
Magisch ist zurück, Maries erste große Liebe. Nach 15 Jahren begegnen sich die beiden wieder und es fühlt sich genauso an wie damals. Dass sie sich annähern, bleibt im Dorf natürlich nicht lange unbemerkt und sorgt schnell für Gesprächsstoff. Doch da ist auch noch Maries Bruder Andi. Er gilt als schwarzes Schaf der Familie, vertritt rechtsextreme Ansichten und hatte schon früher etwas gegen die Beziehung seiner Schwester. Kann das gutgehen?
Was für ein überraschend unterhaltsamer Roman! Annika Büsing hat mit "Magisch" ein Buch geschrieben, das für mich perfekt humoristische und ernste Elemente miteinander verknüpft. Da haben wir zum Einen die Liebesgeschichte zwischen Marie und Magisch, deren Dynamik sehr fein erzählt wird. Beide haben etwas Angst davor, sich wieder auf ihre Gefühle einzulassen. Die langsame Annäherung zwischen den beiden habe ich gern gelesen.
Besonders mochte ich Magisch als Figur. Er entspricht nicht dem Bild des "klassischen" Romanhelden: Er ist ruhig, empathisch, interessiert sich für andere Menschen und zeigt offen seine Gefühle. Gerade diese Eigenschaften sorgen aber auch dafür, dass er bei Andi aneckt, der sich selbst als Inbegriff klassischer Männlichkeit versteht.
Mit Andi erzählt Büsing außerdem davon, wie es ist, wenn ein Nazi zur eigenen Familie gehört. Sie stellt ihn hierbei nicht nur als absolutes Feindbild dar. Stattdessen zeigt sie, dass Radikalisierung unterschiedliche Ursachen haben kann und es nicht den einen „Typ Nazi“ gibt. Besonders gelungen fand ich, wie Marie zwischen ihrer Ablehnung von Andis politischen Ansichten und ihrer Rolle als Schwester hin- und hergerissen ist. Dieser innere Konflikt wird sehr nachvollziehbar dargestellt.
Eigentlich bin ich kein Fan von langen, verschachtelten Sätzen. Davon gibt es in „Magisch“ einige. Büsing hat mir aber gezeigt, wie gut das funktionieren kann. Sie passen wunderbar zu Marie, deren Gedanken oft abschweifen, Umwege nehmen und schließlich doch wieder zum Ausgangspunkt zurückfinden.
Für mich ist „Magisch“ ein kluger Roman, der mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht hat.
Was für ein überraschend unterhaltsamer Roman! Annika Büsing hat mit "Magisch" ein Buch geschrieben, das für mich perfekt humoristische und ernste Elemente miteinander verknüpft. Da haben wir zum Einen die Liebesgeschichte zwischen Marie und Magisch, deren Dynamik sehr fein erzählt wird. Beide haben etwas Angst davor, sich wieder auf ihre Gefühle einzulassen. Die langsame Annäherung zwischen den beiden habe ich gern gelesen.
Besonders mochte ich Magisch als Figur. Er entspricht nicht dem Bild des "klassischen" Romanhelden: Er ist ruhig, empathisch, interessiert sich für andere Menschen und zeigt offen seine Gefühle. Gerade diese Eigenschaften sorgen aber auch dafür, dass er bei Andi aneckt, der sich selbst als Inbegriff klassischer Männlichkeit versteht.
Mit Andi erzählt Büsing außerdem davon, wie es ist, wenn ein Nazi zur eigenen Familie gehört. Sie stellt ihn hierbei nicht nur als absolutes Feindbild dar. Stattdessen zeigt sie, dass Radikalisierung unterschiedliche Ursachen haben kann und es nicht den einen „Typ Nazi“ gibt. Besonders gelungen fand ich, wie Marie zwischen ihrer Ablehnung von Andis politischen Ansichten und ihrer Rolle als Schwester hin- und hergerissen ist. Dieser innere Konflikt wird sehr nachvollziehbar dargestellt.
Eigentlich bin ich kein Fan von langen, verschachtelten Sätzen. Davon gibt es in „Magisch“ einige. Büsing hat mir aber gezeigt, wie gut das funktionieren kann. Sie passen wunderbar zu Marie, deren Gedanken oft abschweifen, Umwege nehmen und schließlich doch wieder zum Ausgangspunkt zurückfinden.
Für mich ist „Magisch“ ein kluger Roman, der mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht hat.