Nostalgie trifft auf Realität!

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jadwiga Avatar

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. Wenn du Geschichten magst,
die authentische Figuren, emotionale Tiefe und aktuelle gesellschaftliche Themen miteinander verbinden,
dann solltest du dir „Magisch“ unbedingt genauer ansehen.
Denn manchmal schlägt man ein Buch auf und merkt schon nach wenigen Seiten, dass es mehr sein wird als nur eine gute Geschichte.
„Magisch“ hat mich zum Lachen gebracht, nachdenklich gemacht und an einigen Stellen auch sprachlos zurückgelassen. Zwischen Dorfleben, Nostalgie und den großen Fragen nach Familie, Liebe und den eigenen Überzeugungen erzählt Büsing eine Geschichte, die sich erschreckend echt anfühlt.
Ein Roman, der zeigt, dass das Leben selten nur schwarz oder weiß ist und genau deshalb so berührt. 4,5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Magisch ist zurück…
im Haus hinter dem Knallerbsenwall,
mit einem halbseidenen Job und mitten in der flirrenden Hitze des Spätsommers.
Und plötzlich ist alles wieder wie früher!
Doch auch Maries Bruder Andi ist noch da…
inzwischen in der Partei und gefährlicher denn je. Als Magisch bedroht wird, muss Marie die Frage nach der Brandmauer in der eigenen Familie neu beantworten.

. In „Magisch“ begleiten wir Marie als Ich-Erzählerin durch die Gegenwart, während sie uns immer wieder mit auf Ausflüge in die Vergangenheit nimmt. Im Mittelpunkt des Romans steht die Beziehung zwischen Marie und Magisch, mit all ihren Facetten, Widersprüchen und Herausforderungen.
. Durch die gewählte Erzählperspektive lernen wir Marie sehr intensiv kennen. Magisch hingegen bleibt über weite Strecken geheimnisvoll und entzieht sich einer eindeutigen Einordnung.
Gerade diese Dynamik macht ihre Beziehung besonders spannend.
Überhaupt wirken sämtliche Figuren, ob Haupt- oder Nebencharaktere bemerkenswert authentisch. Sie handeln nachvollziehbar, menschlich und wirken,
als könnten sie genauso im echten Leben existieren.
. Der Handlungsverlauf mag stellenweise vorhersehbar sein, doch das schmälert den Lesegenuss keineswegs.
Im Gegenteil…
Gerade weil die Geschichte der Realität so erschreckend nahekommt, entfaltet sie eine große emotionale Wucht und überrascht immer wieder mit schockierenden Momenten.
. Neben der Beziehung zwischen Marie und Magisch beleuchtet Büsing auch Maries Verhältnis zu ihren Eltern und insbesondere zu ihrem Bruder. Gleichzeitig spielt Magischs Beziehung zu ihrem eigenen Bruder eine wichtige Rolle. So entsteht ein eindrucksvolles Bild davon, was passiert, wenn familiäre Bindungen mit politischen und persönlichen Überzeugungen kollidieren. Der oft zitierte Satz „Blut ist dicker als Wasser“ wird hier auf unterschiedliche Weise gelebt und hinterfragt.
Büsing greift dieses intensive und gesellschaftlich hochaktuelle Thema mit bemerkenswerter Leichtigkeit auf,
ohne jemals belehrend zu wirken. Stattdessen gewährt sie einen tiefen, ehrlichen Einblick in das Familienleben ihrer Figuren.
. Ich bin sicher, dass viele Leserinnen und Leser sich in zahlreichen Situationen aus „Magisch“ wiedererkennen werden.
. Auch sprachlich überzeugt der Roman auf ganzer Linie. Büsings Schreibstil ist locker, fließend und angenehm zu lesen. Die emotionalen und dramatischen Momente werden immer wieder von feinem, pointiertem Humor aufgelockert.
Ich musste häufig schmunzeln und mehr als einmal herzlich lachen…
Dorfleben eben. 😂
. Tatsächlich könnte ich mir „Magisch“ auch hervorragend als Verfilmung vorstellen.
. Mit „Magisch“ ist Büsing ein Roman gelungen, der nostalgische Erinnerungen und aktuelle gesellschaftliche Themen auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet. Sie zeigt, wie schwierig es sein kann, das Richtige zu tun…
selbst dann, wenn die Situation scheinbar keine andere Entscheidung zulässt.
Humor und Dramatik gehen hier Hand in Hand und verleihen der Geschichte eine beeindruckende Authentizität.
. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung