Super Buch

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„Magisch“ hat mich vor allem wegen der Thematik rund um Maries Familienschwierigkeiten beschäftigt. Dass ausgerechnet der eigene Bruder ein überzeugter Neonazi ist und damit Hass und Gewalt in die eigene Familie bringt, fand ich ziemlich heftig. Aber genau das macht es wahrscheinlich real. Besonders spannend fand ich die Frage, wie viel man als Familie eigentlich aushalten kann und ab wann man eine klare Grenze ziehen muss. Ich wüsste es ehrlicherweise auch nicht.

Am wirkungsvollsten ist, dass Andi nicht einfach als irgendein Bösewicht dargestellt, sondern als Mensch mit Familie, Schuldgefühlen etc. Gleichzeitig wird immer deutlicher, wie gefährlich seine Ideologie und sein Verhalten sind. Dadurch wirkt das Ganze sehr nah an der Realität und hat mich beim Lesen immer wieder darüber nachdenken lassen, wie man reagieren würde, wenn so etwas tatsächlich in der eigenen Familie passiert.

Auch die Beziehung zwischen Marie und ihrem Bruder fand ich deshalb besonders interessant. Man merkt, wie schwer es sein kann, sich von einem Menschen abzugrenzen, mit dem man aufgewachsen ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte sehr deutlich, dass Familie keine Entschuldigung dafür sein darf, bei Hass und rechter Gewalt einfach wegzuschauen.