Tiefgründig

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siwel Avatar

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Das Cover macht doch direkt neugierig. Ich z.B. habe mehrmals hinschauen müssen um zu erkennen was das im unteren Coverbereich überhaupt sein soll. Annika Büsing als Autorin war mir ebenfalls neu. Der Klappentext und ein Blick in die Leseprobe haben mich dann doch recht neugierig auf den Roman werden lassen.

Marie kehrt nach vielen Jahren wieder nach Hause in die Dorfidylle am Rande des Ruhrgebietes zurück und eröffnet eine Hundepension. Dort trifft sie auch wieder auf ihren alten Freund Paul Magisch, den sie eigentlich immer vermisst hat. Da leben aber auch ihre Eltern mit ihren Brüdern und einer davon ist schon immer ein Nazi. So ganz einfach wird ihr Leben hier erstmal auch nicht.

Marie erzählt aus der Ich Perspektive und zwar immer von jetzt sowie auch aus der Vergangenheit. Magisch und sie hatten es als Kinder nicht einfach. Annika Büsing versteht es aber zu vermitteln wie blendend sich die beiden verstehen, egal ob früher oder heute. Marie ist sehr direkt und weiß genau was sie will, der Umgangston passt zur ländlichen Region. Vieles hier erinnert mich an früher, passt aber wieder in unsere heutige Zeit.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, allerdings fesselnd. Annika Büsing begeistert durch ihre Thematiken, die Art der Schilderung. Sogar ein wenig Witz findet sich dabei und am Ende laufen alle Themen sinnvoll ineinander über.

Für mich seit langem mal wieder ein Roman, der im Gedächtnis haften wird und über den es lohnt zu reden. Sehr empfehlenswert!