Unkonventionell und erfrischend

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Für Marie war es ein Rückschritt wieder in ihrem Heimatdorf zu leben, nicht nur die Großstadt hinter sich zu lassen, sondern  auch ihre Beziehung. Dabei kann sie sich mit ihrer Hundetagesstätte auch irgendwie einen Traum erfüllen. Besser wird es erst als Paul Magisch wieder vor ihr steht. Sofort ist sie wieder da, die Nähe von früher, als sie noch Teenager waren und jede freie Minute miteinander verbrachten. Egal, dass Magisch sich verändert hat. Während er früher eher punkig unterwegs war, hält er sich jetzt mit illegaler Tierkadaverentsorgung über Wasser. Für Maries Bruder Andi, seines Zeichens der Dorfnazi, ist und bleibt Magisch ein Dorn im Auge.

"Magisch" lebt von seinen grandiosen Figuren. Mutig, lebensbejahend und zu ihren Ansichten stehend, sind Marie und Paul ein modernes Traumpaar der Provinz, ohne Glanz und Gloria, aber dafür authentisch. Außerdem arbeitet das Buch mit Kuriositäten und Gegensätzen. Doch so merkwürdig manche Gegebenheiten auch klingen, so realistisch könnten sie jedoch gleichzeitig auch sein. Nach einem starken Beginn, plätschert die Handlung dann allerdings im Zwischenteil etwas vor sich hin, bevor wieder mehr Tempo und damit auch Spannung rein kommt. Trotz allem, "Magisch" ist unkonventionell, erfrischend und absolut lesenswert!