Vieles, nur nicht magisch
Paul Magisch ist vieles, nur nicht magisch. Ein Stoffel ohne Ambitionen, der eines Tages wieder zurück ist - irgendwo im Ruhrgebiet. Und Marie holt ihn sich zurück, den Exfreund, den sie vor Jahren wegen eines anderen verlassen hat. Sie sind sich Heimat und sie passen gut zusammen. Beide leben fürs Heute, beide verdienen ihr Geld mit Tieren. Marie betreibt eine Tagesstätte für Hunde, Paul verklappt totes Vieh unter der Hand. Maries Nazibruder Andi ist nicht so saudumm, wie man es erwarten würde. Zwar klagt sie ihn fortwährend an, die Marie, doch auch für ihn bringen sie und Magisch Menschlichkeit auf. Überhaupt fußt die Geschichte auf christlichen Werten wie Vergebung, Hoffnung, Friedfertigkeit und Nächstenliebe. Wenn man so durch das Buch steuert, das sich zwischen Gossenjargon und Bildungssprache bewegt, beginnt man sich irgendwann zu fragen, ob die Geschichte gleich mal richtig losgeht - und dann ist sie zuende.
(Zitate und Entlehnungen: „irgendwo im Ruhrgebiet“ - Udo Lindenberg, Schneewittchen; „saudumm“ - Die Ärzte, Schrei nach Liebe; „Du klagst mich an, Marie“ - Marius Müller-Westernhagen, Alles in den Wind)
(Zitate und Entlehnungen: „irgendwo im Ruhrgebiet“ - Udo Lindenberg, Schneewittchen; „saudumm“ - Die Ärzte, Schrei nach Liebe; „Du klagst mich an, Marie“ - Marius Müller-Westernhagen, Alles in den Wind)