Wunderschön und einzigartig

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alina_liest07 Avatar

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Als Marie und Magisch, eigentlich Paul, sich nach über 15 Jahren in ihrem Heimatort wiedersehen ist vieles neu und vieles wie früher – vor allem die Gefühle. Leider ist auch die Gefahr durch gewaltbereite Rechtsextreme nichts Neues für die Beiden, und auch nicht, dass sie unter anderem von Maries‘ Bruder Andi ausgeht…


„Magisch“ ist ein im wahrsten Sinne magischer Roman, der mich direkt ins Herz getroffen hat. Wie schon in ihrem Debüt „Nordstadt“ fängt Annika Büsing dieses ganze besondere Gefühl von Spätsommer auf dem Dorf, von Nostalgie und den ersten (und zweiten) ganz großen Gefühlen ein.

Ich habe mich sofort sowohl in Marie als auch in Magisch verliebt, ihre Geschichte ist sowohl in den Rückblicken als auch in der Gegenwart sehr schön und authentisch erzählt.
Aber auch die Familiendynamiken und vor allem die sehr komplizierte Beziehung von Marie zu ihrem rechtsextremen Bruder Andi sind sehr treffend und nachvollziehbar dargestellt. Der Roman stellt immer wieder schwierige Fragen: Wie geht man mit Familienangehörigen um die auf die schiefe Bahn geraten und Liebsten Gewalt antun? Wie stellt man sich Hass und Hetzte am besten entgegen? Was kann man alles verzeihen?

Doch bei all den ernsten Themen, ist „Magisch“ auch so humorvoll, klug und skurril, so liebe- und hoffnungsvoll und so leicht und warm wie ein wunderschöner Spätsommertag, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Fazit: Eine wunderschöne und einzigartige Geschichte über zweite Chancen, Widerstand und die ganz große Liebe – unbedingte Leseempfehlung!