Abtauchen in die Welt des russischen Balletts

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Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe „Maja und Natascha“ in der Hörbuch-Variante sehr genossen. Die beiden sind russische Zwillingsschwestern vor der Kulisse des kalten Kriegs und Töchter einer Ballerina. Auch sie werden Tänzerinnen und dadurch schließlich Konkurrentinnen, obwohl sie sich kaum näher hätten stehen können. Wir folgen den beiden ausschnittsweise von ihrer Geburt bis in ein mittleres Erwachsenenalter. Besonders gut gefiel mir die Liebe zum Detail der Autorin, sowohl bei der Geschichte selbst als auch der historischen Kulisse. Ich mochte, wie die beiden Protagonistinnen neben den Ballett-spezifischen auch ganz viele Themen streifen, denen Frauen im Laufe ihres Lebens eben so begegnen. Auch die Aneinanderreihung der Lebensepisoden hatte für mich etwas tänzerisches: Erst hinein ins Geschehen, dann etwas zurück in der Zeit und mit Anlauf den Hintergrund verstehen, dann wieder Szenenwechsel.
Die Interpretation der Sprecherin hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ihre russische Aussprache hat zusätzlich zum Flair beigetragen und ich fand es sehr angenehm, ihr zu Lauschen.
Wer Lust auf eine erwachsene Ballettgeschichte hat, dem sei „Maja und Natascha“ gerne empfohlen.