bewegende Schwesternliebe im Kalten Krieg

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Mit Ihrem Debüt Maja & Natascha hat mich Elyse Durham beeindruckt und von der ersten Seite an in Ihren Bann gezogen. Die Geschichte beginnt in Leningrad, im Jahr 1958, wo die Zwillingsschwestern Maja und Natascha unzertrennlich sind – verbunden durch den Verlust der Eltern und dem gemeinsamen Traum, beim legendären Kirow-Ballett zu tanzen und mit der Kompanie nach Amerika zu reisen. Doch dann schlägt die Politik in ihr Leben ein: Ein neues Gesetz erlaubt nur einer von ihnen, das Land zu verlassen. Aus Schwestern werden Konkurrentinnen, aus Nähe wird Distanz.
Was daraus erwächst, ist eine bewegende Geschichte über die Bürde der Herkunft, über Schwesternliebe und über den Konflikt zwischen Loyalität und Freiheitsdrang – und letztlich über die Frage, wie weit man für einen Traum gehen würde.
Was mir besonders gut gefallen hat, war die Verbindung von Ballett-Welt und sowjetischer Geschichte. Die Autorin hat Träume, Ehrgeiz und politische Realität so eng miteinander verwoben, dass Historie und Fiktion beim Lesen kaum noch unterscheidbar sind. Ihre Figuren sind detailreich gezeichnet – ich konnte mir sowohl Maja als auch in Natascha optisch und charakterlich lebendig vorstellen und mich tief in sie hineinversetzen. Die Sprache hat perfekt zur Geschichte gepasst – elegant und präzise.
Die Frage, wie weit man für einen Traum gehen würde, wirkt auch nach Beenden des Buchs noch nach.
Fazit: Ein spannender und tiefgründiger Roman, der emotional berührt und gleichzeitig interessante Einblicke in die Welt des Balletts und das Leben in der Sowjetunion gibt. Für Liebhaber historischer Romane mit starken Charakteren und tiefgründigen Themen eine klare Empfehlung.