Ein wirklich toller Roman

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Im Leningrad der 1950er-Jahre träumen die Zwillingsschwestern Maja und Natascha von einer Karriere beim berühmten Kirow-Ballett. Gemeinsam arbeiten sie auf dieses Ziel hin und hoffen, eines Tages sogar nach Amerika reisen zu dürfen. Doch als ein neues Gesetz nur einer von ihnen diese Chance ermöglicht, wird ihre enge Verbindung auf eine harte Probe gestellt. Aus Verbündeten werden Konkurrentinnen, und beide müssen sich fragen, wie viel sie für ihren Traum zu opfern bereit sind. In „Maja & Natascha“ von Elyse Durham, erschienen bei HarperCollins, verbindet sich eine bewegende Familiengeschichte mit einem faszinierenden Blick auf das Leben in der Sowjetunion während des Kalten Krieges.

Das Buch hat uns richtig gut gefallen. Obwohl wir uns mit Ballett überhaupt nicht auskennen und viele Fachbegriffe verwendet werden, hat uns das beim Lesen kein bisschen gestört. Die Autorin schafft es, die Welt des Balletts lebendig und verständlich darzustellen, sodass man auch ohne Vorkenntnisse problemlos in die Geschichte eintauchen kann.

Besonders interessant fanden wir den historischen Hintergrund. Die Handlung spielt in einer Zeit und an einem Ort, über die wir bisher nur sehr wenig wussten. Gerade die Einblicke in das Leben in der damaligen Sowjetunion machen das Buch spannend.

Ungewöhnlich, aber sehr gelungen, ist auch die Erzählweise. Der allwissende Erzähler kennt nicht nur die Gedanken der Figuren, sondern blickt teilweise auch voraus. Das war anfangs etwas ungewohnt, hat aber hervorragend zur Geschichte gepasst.

Das Cover ist ein Blickfang und auch das Ende hat uns sehr gut gefallen. Es rundet die Geschichte auf eine schöne und stimmige Weise ab und bleibt noch lange im Gedächtnis. Insgesamt ist „Maja & Natascha“ ein fesselnder und bewegender Roman über Familie, Träume und Loyalität. Von uns gibt es eine klare Leseempfehlung.