Eine kalte Welt

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liesdochmaleinbuch Avatar

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Russisches Ballett ist eine Kunst für sich, die nicht nur Prestige, sondern auch Härte ausstrahlt. Und genauso ist diese Geschichte. Es ist eine Familiengeschichte, eine Geschichte von Schwesternschaft und Rivalität, von Flucht und Fügung. Hier werden starke Bilder geschaffen, die den Leser in die ungewisse Welt des Russischen Balletts entführen.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, war bildhaft, aber emotional aufgeladen. Und dadurch, dass beide Schwestern zu Wort kommen, werden Kränkungen, Unsicherheiten, Schmerz und Liebe immer von beiden Seiten beleuchtet, was die Geschichte sehr plastisch macht.

Die sozialen und weltpolitischen Umstände, die das Leben der beiden jungen Frauen maßgeblich beeinflussen werden beleuchtet, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Hatte erst Angst es könnte trocken werden, aber die Geschichte ist durchweg sehr kurzweilig angelegt.

Manchmal ging es mir sogar fast zu schnell und ich hätte mir etwas mehr Tiefe für die Hintergrundgeschichte gewünscht, Beweggründe werden oft eher nur kurz und oberflächlich beleuchtet, wodurch alle Charaktere außer den Schwestern eher blass blieben.