Melancholisch und schwer
Das Buch erzählt von zwei Schwestern. Zwillingen. Beide wollen Ballerinen werden, doch eine von beiden hat überragendes Talent die andere nicht. Das Russland der Nachkriegszeit erscheint unbarmherzig und kalt. Genauso geht die Geschichte auch los: Am Abend des zweiten Weltkrieges mit Tod, Flucht und Bombenhagel. Natascha und Maja sind, obgleich Zwillinge, sehr unterschiedlich und zu allem Überfluss auch noch Konkurrentinnen. Der Konkurrenzgedanke wird beflügelt durch das Personal der Balletakademie und die sie umgebenden Personen. Die Lage spitzt sich im Verlauf des Buches immer weiter zu. Der Wettkampf mit zwischen ihnen wird mit harten Bandagen gekämpft. Er spitzt sich immer weiter zu bis es schließlich zum Bruch kommt.
Die westliche Welt ist in den Träumen der beiden jungen Mädchen ein Schlaraffenland, besonders die USA. Dort spielen auch Teile der Geschichte, kein Wunder, da Ballett bekanntlich ein internationaler Sport ist und zur Zeit des kalten Krieges natürlich die Brisanz der historischen Ereignisse dargestellt werden muss. Die Autorin beschreibt die Lage authentisch und ist dabei in meinen Augen nicht dadurch vorbelastet, selbst Amerikanerin zu sein.
Schon das Cover des Buches ist eine Hommage an die Sowjetunion. Jeder, der bereits einmal sozialistische Kunst gesehen hat, wird sich in den Linien wiedererkennen - wenn auch nicht in den Farben. Dafür ist das Cover zu bunt wie die Geschichte, die es beschreibt.
Das Buch ist schmerzhaft. Denn man muss als Leser mitverfolgen, wie sich die Schwestern gegenseitig zugrunde richten. Zunächst mit guten Intentionen. Das zeichnet sich schon im Klappentext ab.
Damit ist das Buch bei weitem keine leichte Kost. Die Zeit des kalten Krieges. Wird durch Präsenz im Leben beider Schwestern sehr nahe gebracht. In der damaligen Sowjetunion heißt es nicht leben und leben lassen. Nein, es gilt das Gesetz des Stärkeren. Mehr als einmal demonstriert die Autorin wie sehr die Menschen Spielball der politischen Mächte sind. Ich fand diesen Aspekt beängstigend, hat er doch Realitätsbezug. Ansonsten ist die Geschichte sehr gut recherchiert und zitiert stellenweise Personen aus dem echten Leben, auch wenn Maya und Natasha natürlich keine echten Persönlichkeiten waren.
Die Tragweite der Geschichte beeinflusst damit den Leserhythmus und die Geschwindigkeit. Ich hätte es befürwortet, wenn in den einzelnen kapiteln zwischen den Sichtweisen der Einzelpersonen ein Absatz gewesen wäre, das ist mir eher negativ aufgefallen. Ansonsten ließ sich das Buch gut und flüssig.
Das Ende kommt in meinen Augen relativ plötzlich. Man ist fast erleichtert, dass es auch einen Lichtblick gibt. Allerdings hätte ich mir die positive Note am Ende ausführlicher vorgestellt. Das Buch hinterlässt bei mirneine Schwermütigkeit. Ich möchte mich jetzt lieber einer etwas heiteren Literatur zuwenden.
Die westliche Welt ist in den Träumen der beiden jungen Mädchen ein Schlaraffenland, besonders die USA. Dort spielen auch Teile der Geschichte, kein Wunder, da Ballett bekanntlich ein internationaler Sport ist und zur Zeit des kalten Krieges natürlich die Brisanz der historischen Ereignisse dargestellt werden muss. Die Autorin beschreibt die Lage authentisch und ist dabei in meinen Augen nicht dadurch vorbelastet, selbst Amerikanerin zu sein.
Schon das Cover des Buches ist eine Hommage an die Sowjetunion. Jeder, der bereits einmal sozialistische Kunst gesehen hat, wird sich in den Linien wiedererkennen - wenn auch nicht in den Farben. Dafür ist das Cover zu bunt wie die Geschichte, die es beschreibt.
Das Buch ist schmerzhaft. Denn man muss als Leser mitverfolgen, wie sich die Schwestern gegenseitig zugrunde richten. Zunächst mit guten Intentionen. Das zeichnet sich schon im Klappentext ab.
Damit ist das Buch bei weitem keine leichte Kost. Die Zeit des kalten Krieges. Wird durch Präsenz im Leben beider Schwestern sehr nahe gebracht. In der damaligen Sowjetunion heißt es nicht leben und leben lassen. Nein, es gilt das Gesetz des Stärkeren. Mehr als einmal demonstriert die Autorin wie sehr die Menschen Spielball der politischen Mächte sind. Ich fand diesen Aspekt beängstigend, hat er doch Realitätsbezug. Ansonsten ist die Geschichte sehr gut recherchiert und zitiert stellenweise Personen aus dem echten Leben, auch wenn Maya und Natasha natürlich keine echten Persönlichkeiten waren.
Die Tragweite der Geschichte beeinflusst damit den Leserhythmus und die Geschwindigkeit. Ich hätte es befürwortet, wenn in den einzelnen kapiteln zwischen den Sichtweisen der Einzelpersonen ein Absatz gewesen wäre, das ist mir eher negativ aufgefallen. Ansonsten ließ sich das Buch gut und flüssig.
Das Ende kommt in meinen Augen relativ plötzlich. Man ist fast erleichtert, dass es auch einen Lichtblick gibt. Allerdings hätte ich mir die positive Note am Ende ausführlicher vorgestellt. Das Buch hinterlässt bei mirneine Schwermütigkeit. Ich möchte mich jetzt lieber einer etwas heiteren Literatur zuwenden.