Schwesternzwist zu Zeiten des kalten Krieges

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annetttaube Avatar

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Ich bin ein wenig zwiegespalten. Habe die Lesestunden eigentlich sehr genossen und kam doch nicht wirklich an die beiden Hauptprotagonistinnen heran. Es waren eher die Nebenfiguren, welche mich ansprachen. Die beiden Zwillingsschwestern fochten viele Kämpfe gegen sich selbst, gegeneinander und gegen andere Menschen aus. Da sie als Kulturschaffende außerdem in Zeiten der Cubakrise als Geiseln für das internationale Ansehen Russlands benutzt und psychisch beeinflusst wurden, vertiefte den Schwesternzwist. Dadurch entstanden zwei lebensveränderte Katastrophen. Was danach folgte, waren Schicksale, mit Begebenheiten, welche meines Erachtens zu viele gewesen sind. Dadurch wirkt die Geschichte etwas überfrachtet. Trotzdem hab ich das Buch gern gelesen, weil die Schreibweise sehr angenehm ist und die Orte der Geschehnisse so wunderschön bildhaft geschildert wurden, dass man richtiggehend hineingezogen wurde. Auch die Welt des Balletts wurde gut beschrieben. Das Ende des Buches ließ mich jedoch ratlos zurück. Es ist irgendwie offen geblieben.
Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und wird der Thematik gerecht.
Fazit: ein durchaus lesenswertes Buch, mit kleinen Schwächen.