Starker Roman

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mcpiedpiper Avatar

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Elyse Durhams "Maja & Natascha" ist ein wunderbarer Roman, der uns nicht nur auf eine Reise ins sowjetische Ballett führt, sondern auch eine vielschichtige Geschwisterbeziehung der beiden Zwillingsschwestern darstellt und mitfühlen lässt.
Nach der Leseprobe war ich bereits neugierig, hatte aber eine viel einfachere Geschichte erwartet, sodass meine Erwartungen beim Lesen des Buches noch einmal deutlich übertroffen wurden. Besonders beeindruckt hat mich, wie das geschickte Zusammenführen von Fakten und Fiktion mich in die Zeit des kalten Krieges mitgenommen hat und ich so auch die unsympathischen Charakterzüge und Entscheidungen der Protagonistinnen vor dem Hintergrund der Zeit und des Umfelds anders einordnen, nachvollziehen und mitfühlen konnte. Schön fand ich, dass wir über einen längeren Zeitraum des Lebens der beiden Frauen mitgenommen werden.
Die historische Einordnung ist sehr gut recherchiert, der Schreibstil leicht zugänglich und gefühlvoll.
Ich war am Ende sehr erstaunt, dass mich der Text so gepackt hat, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen und das Buch in 3 Tagen durchgelesen hatte.

Also von meiner Seite eine absolute Leseempfehlung, auch für Leser*innen die (so wie ich) eigentlich keine Beziehung zum Ballett haben.