Magisch, warmherzig und voller Mut – eine Geschichte zum Wohlfühlen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
annikii Avatar

Von

„Maries Glücksküche – Die Schule am Meer“ ist ein Buch, das von der ersten Seite an ein Gefühl von Wärme, Fantasie und Geborgenheit ausstrahlt. Marie und ihre Familie ziehen in eine umgebaute Turnhalle – ein Setting, das zunächst ungewöhnlich klingt, aber schnell seinen ganz eigenen Charme entwickelt. Genau wie Marie findet man sich sofort in dieser Mischung aus Alltagschaos, Familienleben und einer kleinen Portion Magie wieder.

Marie selbst war mir von Anfang an sympathisch. Ihre Unsicherheiten, ihre Schüchternheit und das Gefühl, irgendwie nicht richtig dazuzugehören, wirken sehr authentisch. Gerade deshalb ist es so schön zu sehen, wie sie nach und nach mutiger wird, Freundschaft findet und lernt, sich selbst zu vertrauen.

Oma Aveline ist ein echtes Highlight. Warm, eigensinnig, witzig – und mit einem Hauch Zauberei, der die Geschichte lebendig macht. Die magischen Zutaten, die tanzenden Kräuter und der rülpsende Kochtopf Claude haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Der Humor ist liebevoll und kindgerecht, ohne albern zu wirken.

Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin tiefere Themen einwebt – Freundschaft, Ehrlichkeit, Ängste und Mut –, ohne dass die Geschichte an Leichtigkeit verliert. Auch dass die Eltern im Laufe des Buches eine wichtigere Rolle spielen, gibt der Handlung zusätzlich Tiefe.

Die Illustrationen runden alles wundervoll ab: sie verstärken die Atmosphäre, sind detailreich und passen perfekt zum Ton des Buches.

Das Ende bringt alles schön zusammen: ein bisschen Spannung, viel Herz und eine Botschaft, die Kindern Mut macht, die eigenen Stärken zu entdecken – mit oder ohne Magie.

Für mich ein rundum gelungenes Kinderbuch, das beim Vorlesen genauso viel Freude macht wie beim Selberlesen.