Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Magie daraus

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katha7042 Avatar

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In ihrem Buch „Maries Glücksküche“ erzählt Claudia Schaumann die Geschichte von Marie, die nach einem Umzug von Hamburg an die französische Atlantikküste das Gefühl hat, nicht richtig dazuzugehören und erst ihren eigenen Platz finden muss. Im Gegensatz zu ihrem Bruder Jules, der mühelos neue Freunde findet, sich sofort wie zu Hause fühlt und kaum noch von seinem Surfbrett herunterzubekommen ist, wird Marie mit Unsicherheit und Überforderung konfrontiert. Sie kämpft mit Heimweh und Sprachproblemen.

Das Buch beschreibt sehr ehrlich die Schwierigkeiten, die ein Neuanfang mit sich bringen kann. Viele Kinder werden sich mit Marie identifizieren können – besonders auch im Hinblick auf die Geschwisterdynamik und die Eifersucht auf den scheinbar perfekten Bruder.

Ein großer Lichtblick für Marie ist ihre Oma, die ihr das Kochen näherbringt. Sie zeigt ihr, dass Kochen viel mehr ist als nur die Zubereitung von Essen und wie viel Gefühl und Kreativität darin stecken.

Besonders schön ist Maries Entwicklung im Laufe der Geschichte. Sie erkennt, dass sie nicht wie andere sein muss, sondern ihren eigenen Weg finden darf. Das Kochen wird zu ihrer großen Leidenschaft, durch die sie Selbstvertrauen gewinnt und schließlich auch ihre beste Freundin Coco kennenlernt.

Das Buch kann Kinder im Grundschulalter wunderbar durch Übergänge begleiten. Es hilft dabei, Gefühle besser einzuordnen, stärkt das Selbstvertrauen und vermittelt, dass Rückschläge ganz selbstverständlich zum Leben dazugehören.

Meine Tochter findet das Buch toll, und ich freue mich schon darauf, einige von Maries Glücksrezepten auszuprobieren.