Inklusion in Märchen - nicht nur für Kinder

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lenas.buecher Avatar

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Ich habe mich sehr gefreut, dass es ein weiteres Buch aus der Welt oder Sicht von Mari geben wird und das Thema Märchen hat mich auch angesprochen.
Das Cover gefiel mir und meinen Kindern gut, das Format des Buches hat uns ein wenig überrascht, es ist kleiner und umfangreicher als das erste Buch, lässt sich aber gut lesen.
Der Schreibstil gefiel uns wieder gut, leichte Sprache mit viel Humor und Witzen, die Kinder und Erwachsene verstehen.
Das Buch ist in verschiedene Geschichten eingeteilt und die erste stellt auch Mari und ihre Familie noch einmal kurz vor, falls man "Ich bin Mari" noch nicht kennt und gibt eine kleine Einleitung quasi was es mit dem Buch auf sich hat.

Die einzelnen Märchen haben uns super gefallen. Wirklich kreativ und spannend wurden hier verschiedene gesundheitliche Beeinträchtigungen mit altbekannten Märchensettings und -figuren gemischt und dabei mit recht modernem Blick neu erzählt. Wir konnten keine der Geschichten so vorhersehen, sie haben uns alle überrascht und gut unterhalten. Den Kindern haben vor allem die lustigen Namen gefallen. Mir gefiel, dass auch Themen wie Ignoranz, Inklusion, Barrierefreiheit genauso wie Geschlechter-Themen in kindgerechte Geschichten eingebunden wurden. man kann toll mit den Kindern nach dem Lesen zu den Storys und Themen sprechen. Ein wirklich wertvolles Buch!

Ein winziger Kritikpunkt, der meinen Kindern auffiel ist, dass es deutlich weniger Bilder gab. Die Märchen sind zum Teil recht lang und dann sind wenig Bilder oder auch mal keine auf einer Doppelseite, das fanden sie im ersten Maribuch besser und das sollte man wissen, da es besonders bei kleineren Leser/innen vielleicht noch zu viel Aufmerksamkeit und Konzentration fordern könnte. Mit 4 Jahren und älter war es bei uns aber super zum Vorlesen.

Ich würde es weiterempfehlen auch vielleicht für (Vor-)Schulklassen oder Kitas.