Ein bisschen „Haus des Geldes“ fürs digitale Zeitalter
Schon beim Klappentext hatte ich sofort einen Gedanken: Das klingt ein bisschen wie eine moderne Version von „Haus des Geldes“ – und damit hatte mich das Buch eigentlich schon. Ein Team aus unterschiedlichen Spezialisten, ein großer Plan, Täuschungsmanöver und dazu noch Hacker, Darknet und moderne Technik sind genau die Mischung, die ich bei einem Thriller spannend finde. Besonders gefällt mir, dass offenbar nicht einfach nur ein klassischer Einbruch erzählt wird, sondern jeder der fünf Masterminds eine ganz eigene Fähigkeit mitbringt und dadurch Teil eines größeren Plans wird. Auch die ersten Seiten haben mich direkt gecatcht, weil die Handlung ohne langes Vorgeplänkel mit einer geheimen Aktion beginnt. Dadurch entsteht sofort das Gefühl, mitten in einem Coup zu stecken und noch überhaupt nicht zu wissen, wie groß der eigentliche Plan dahinter ist. Der Schreibstil liest sich dabei sehr schnell und modern, mit viel Dialog und einem angenehm lockeren Humor zwischen den Figuren. Gerade diese Dynamik innerhalb des Teams macht mich neugierig, weil für mich bei solchen Geschichten die Charaktere fast genauso wichtig sind wie der eigentliche Heist. Gleichzeitig sorgt der technische Aspekt dafür, dass sich das Ganze zeitgemäß und etwas anders als ein klassischer Einbruchsthriller anfühlt. Ich möchte unbedingt wissen, wie die fünf als Gruppe zusammenfinden, was genau hinter ihrem Plan steckt und natürlich, wie spektakulär dieser am Ende schiefgehen – oder funktionieren – wird. Für mich klingt „Masterminds“ deshalb nach einem richtig unterhaltsamen Thriller, den man vermutlich sehr schwer wieder aus der Hand legen kann.