Cleverer Jugendthriller

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lissi_filibuster Avatar

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Für unsere Jugendbücherei bin ich immer auf der Suche nach spannenden Büchern. "Masterminds. Der Darknet-Köder" von Chris Morton könnte tatsächlich einige Jugendliche ab 14 Jahren begeistern, und auch für mich selbst klang die Story sofort interessant.

Eine Gruppe junger Menschen tritt für Gerechtigkeit ein. In ihrem Zentrum steht Justus, ein Genie, das um sein Millionenerbe gebracht werden soll. Strippenzieher: sein Vormund Randolf, der Gelder veruntreut und das Unternehmen seiner verstorbenen Eltern an sich reißen möchte. Justus muss eingreifen und sammelt dafür vier junge Menschen um sich: Parker (Personenschützer), Kikki (Hackerin), Jay (Meisterdieb), Fifi (Schauspieltalent).

Die Story wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, die im ersten Teil von Kapitel zu Kapitel wechseln. So erfährt man während des ersten Coups, wie die Gruppe zusammengefunden hat. Das hält das Tempo schön hoch und man kommt sehr schnell durch die Geschichte.

Bei mir hat es allerdings auch dazu geführt, dass ich etwas länger gebraucht habe, um mit den verschiedenen Personen warm zu werden. Es ist aber schön, dass man tatsächlich nicht nur über Justus Hintergrund mehr erfährt, sondern auch ein wenig in Kikkis und Jays Background eintaucht. Denn auch die beiden haben neben dem Geld ihre eigenen Gründe, sich an dem Coup zu beteiligen.

Die Story selbst liest sich richtig flott und ist mit einigen gelungenen Wendungen gespickt. "Masterminds" überzeugt mit einem cleveren Plan, viel Action und Charakteren, die - nachdem man sie besser kennengelernt hat - ein interessantes Team bilden. Für mich war es auf jeden Fall ein packender Jugendthriller, der Lust auf mehr macht.