Gute Unterhaltung

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silandia Avatar

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Masterminds – Der Darknet-Köder“ von Chris Morton ist ein unterhaltsamer und rasanter Tech-Thriller, der zwar mit einer coolen Grundidee punktet, mich letztendlich aber nicht in allen Bereichen restlos überzeugen konnte. Das Buch bietet solide Unterhaltung für Zwischendurch, bleibt an einigen Stellen jedoch hinter seinem Potenzial zurück.

Die Idee vs. die Logik: Die Ausgangslage – ein geniales Team aus Jugendlichen plant einen technisch versierten Heist gegen einen übermächtigen Vormund – ist extrem vielversprechend. Allerdings fordert die Story vom Leser stellenweise einiges an Suspension of Disbelief. Manche Hacker-Tricks und genialen Pläne funktionieren einen Tick zu reibungslos, und die Erwachsenen stellen sich im Gegenzug oft erstaunlich naiv an.

Das Erzähltempo: Positiv hervorzuheben ist das konstant hohe Tempo. Durch die kurzen Kapitel und den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fliegt man nur so durch die Seiten. Allerdings geht dieses hohe Tempo manchmal auf Kosten der Atmosphäre; einige Szenen wirken dadurch etwas überhastet und hätten mehr Raum zum Atmen vertragen.

Die Charaktere: Das Team bringt zwar eine coole Dynamik mit, allerdings bleiben die Figuren in ihren jeweiligen Rollen (der Planer, die Gamerin, der Kletterer) recht stereotyp. Mir fehlte hier etwas emotionale Tiefe, um wirklich mit jeder einzelnen Figur intensiv mitzufiebern. Sie funktionieren eher als Rädchen im Getriebe des Plots statt als vielschichtige Persönlichkeiten.

Schreibstil: Der Stil ist modern, flüssig und lässt sich sehr leicht lesen. Die eingestreuten Tech- und Gaming-Begriffe wirken authentisch, ohne den Lesefluss für Laien zu blockieren.