Modernes Abenteuer mit einem ungewöhnlichen Team

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jordis Avatar

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„Masterminds – Der Darknet-Köder“ hat mich vor allem mit seiner Grundidee neugierig gemacht. Justus ist erst 17 Jahre alt und steckt nach dem Tod seiner Eltern in einer ziemlich gefährlichen Situation. Um sich gegen seinen Vormund zu behaupten, braucht er Unterstützung und sucht diese ausgerechnet im Darknet.

Besonders unterhaltsam fand ich die Idee hinter den Masterminds. Hier kommen Jugendliche zusammen, die ganz unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen und erst einmal lernen müssen, als Team zu funktionieren. Gerade diese Mischung macht die Gruppe interessant und bringt ordentlich Abwechslung in die Geschichte.

Das Buch liest sich angenehm schnell und verbindet klassische Abenteuer- und Heist-Elemente mit moderner Technik. Kurze Kapitel und einige Wendungen sorgen dafür, dass die Handlung kaum stillsteht. Dabei muss man sicherlich nicht jedes Detail auf die Goldwaage legen, für mich funktioniert die Geschichte vor allem als temporeiche Unterhaltung.

Ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir bei den Figuren trotzdem gewünscht. Bei einer so bunt zusammengestellten Gruppe wäre noch etwas mehr Raum gewesen, um die einzelnen Charaktere stärker kennenzulernen und dadurch emotional noch mehr mit ihnen mitzufiebern. Da es sich um einen Reihenauftakt handelt, ist dafür in den weiteren Bänden aber zumindest noch viel Potenzial vorhanden.

Insgesamt ein kurzweiliger Auftakt mit einer coolen Idee, viel Tempo und einem Team, das neugierig auf weitere Abenteuer macht. 4 von 5 Sternen.