Achtsamkeitsroman
„Mathilde und Marie“ hat ein Setting, das sofort entschleunigt: Redu, ein kleines Bücherdorf in den belgischen Ardennen, in dem es kaum Internet und viel Natur gibt . Deshalb handelt es sich um einen absoluten Wohlfühlroman.
Die junge Französin Marie lässt ihr Leben in Paris hinter sich und reist ohne konkretes Ziel los. Eine zufällige Begegnung im Zug mit der Isländerin Jónína führt sie schließlich nach Redu, wo Jónína eine kleine Buchhandlung betreibt. Jeden Tag wächst das Örtchen Marie mehr ans Herz und sie fügt sich mehr in die Gemeinschaft ein. Dass dies mehrfach explizit mit Maries Empathie begründet wird, empfand ich als etwas zu deutlich formuliert, hier hätte ich mir mehr „show, don’t tell“ gewünscht. Ähnlich ging es mir mit wiederkehrenden Beschreibungen wie „die junge Französin“, die sich mit der Zeit redundant anfühlen.
Inhaltlich passiert lange nicht besonders viel, was für einen Wohlfühlroman völlig in Ordnung ist. Trotzdem hätte ich mir stellenweise mehr Tiefe oder Ausgestaltung gewünscht, etwa beim Bücherfestival, das für mich gern mehr Raum hätte einnehmen dürfen – gerade weil mir die eingestreuten Buchtipps ausgesprochen gut gefallen haben. Sehr schön fand ich die vielen kleinen Achtsamkeitsideen: das bewusste Wahrnehmen der Natur, das Bestimmen von Pflanzen und Tieren, Marmeladekochen. Etwas zu plakativ geraten ist mir dagegen stellenweise die Gegenüberstellung von Dorfleben und Großstadt, die mir zu pauschal ausfällt.
Insgesamt ist „Mathilde und Marie“ ein warmherziger Roman mit vielen schönen Ideen, Schwächen in der sprachlichen Ausarbeitung, aber einem starken Wohlfühlfaktor.
Die junge Französin Marie lässt ihr Leben in Paris hinter sich und reist ohne konkretes Ziel los. Eine zufällige Begegnung im Zug mit der Isländerin Jónína führt sie schließlich nach Redu, wo Jónína eine kleine Buchhandlung betreibt. Jeden Tag wächst das Örtchen Marie mehr ans Herz und sie fügt sich mehr in die Gemeinschaft ein. Dass dies mehrfach explizit mit Maries Empathie begründet wird, empfand ich als etwas zu deutlich formuliert, hier hätte ich mir mehr „show, don’t tell“ gewünscht. Ähnlich ging es mir mit wiederkehrenden Beschreibungen wie „die junge Französin“, die sich mit der Zeit redundant anfühlen.
Inhaltlich passiert lange nicht besonders viel, was für einen Wohlfühlroman völlig in Ordnung ist. Trotzdem hätte ich mir stellenweise mehr Tiefe oder Ausgestaltung gewünscht, etwa beim Bücherfestival, das für mich gern mehr Raum hätte einnehmen dürfen – gerade weil mir die eingestreuten Buchtipps ausgesprochen gut gefallen haben. Sehr schön fand ich die vielen kleinen Achtsamkeitsideen: das bewusste Wahrnehmen der Natur, das Bestimmen von Pflanzen und Tieren, Marmeladekochen. Etwas zu plakativ geraten ist mir dagegen stellenweise die Gegenüberstellung von Dorfleben und Großstadt, die mir zu pauschal ausfällt.
Insgesamt ist „Mathilde und Marie“ ein warmherziger Roman mit vielen schönen Ideen, Schwächen in der sprachlichen Ausarbeitung, aber einem starken Wohlfühlfaktor.