Berührende und ruhige Erzählung

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carowbr Avatar

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Durch eine Zufallsbekanntschaft auf ihrer Flucht aus Paris gelangt die junge Französin Marie in das kleine belgische Dörfchen Redu, welches aus der Zeit gefallen scheint. Dort kann sie tief durchatmen, auch im übertragenen Sinne und lernt nach und nach die Besonderheiten dieser Gemeinschaft kennen.

Die Erzählung beschreibt eine Ruhe, die sich nur in der Natur finden lässt, fernab von Großstädten, dem Lärm, dem Trubel, dem Schmutz und den Abgasen. Dabei entwickelt sich die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, die dem Dorfgeschehen und den zwischenmenschlichen Aspekten mehrere Dimensionen verleihen. Der Autor ergießt sich glücklicherweise nicht in seitenlangen Beschreibungen der Natur, was ich fast schon erwartet hatte und sonst gerne überspringe. Stattdessen haben die Kapitel eine angenehme Länge man kann immer doch noch ein weiteres lesen. Manche Sätze waren mir etwas zu pathetisch-philosophisch und klangen nach gewollt tiefgründigen Lebensweisheiten. Die Handlung des Buches spricht oft für sich, sodass allzu viele Weisheiten gar nicht notwendig gewesen wären. Dennoch liest es sich insgesamt sehr stimmig und berührend.
Gerade jetzt zu Beginn des neuen Jahres lädt das Buch zum innehalten, runterkommen, sich dem wesentlichen bewusst werden ein.