Ein leiser Roman
Das Cover strahlt Zurückhaltung aus und stimmt gut auf den leisen Ton des Romans ein. Im Mittelpunkt steht Marie, die ihr bisheriges Leben hinter sich lässt und ohne festen Plan unterwegs ist. Ihre Unsicherheit wirkt glaubwürdig und wird ohne große Erklärungen erzählt. Das Bücherdorf Redu mit seinem langsamen Rhythmus bildet einen wohltuenden Kontrast zum bisherigen Alltag der jungen Frau. Bücher, Natur und feste Abläufe prägen das Leben der Dorfbewohner. Das Dorf begegnet Marie offen, ohne sie vereinnahmen zu wollen. Mathilde nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Sie wirkt eher zurückhalten. Die Beziehung zwischen den beiden Frauen entwickelt sich ruhig und ohne große Worte. Der Roman verzichtet auf klassische Spannung und setzt stattdessen auf Atmosphäre. Der Schreibstil ist klar und ruhig, mit viel Raum für Beobachtungen.
Mir hat gefallen, wie ruhig und unaufgeregt diese Geschichte erzählt wird und wie leicht sie es macht, für eine Weile langsamer zu werden.
Mir hat gefallen, wie ruhig und unaufgeregt diese Geschichte erzählt wird und wie leicht sie es macht, für eine Weile langsamer zu werden.